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Ratsdepesche Ausgabe 21

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2009 - 2014 Die Bilanz der FDP-Fraktion im Stadtrat

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Dresden

Zastrow: "Die überlange Vollsperrung der Albertbrücke kostet Lebenszeit, die Nerven und die Umwelt."

(Dresden/29.03.2016) Nach Medienberichten vom Samstag den 26.03.2016 verzögert sich die Freigabe der Albertbrücke bis zum September 2016. Nachdem die Stadtverwaltung bei der Beschlussvorlage für den Stadtrat noch eine Bauzeit von 20 bis 21 Monaten zugesagt hatte, wird der Bau mittlerweile bereits mindestens 29 Monate dauern. Darüber hinaus soll die Brücke bis zur kompletten Freigabe für Autos gesperrt bleiben. Die FDP/FB-Fraktion rechnet anhand der Zahlen aus dem Vergleich der Sanierungsvarianten aus dem Jahr 2013 vor, dass die Koettnitz-Vollsperrungsvariante nun vermutlich über 25 Millionen Umleitungskilometer verursacht.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Fraktionsvorsitzender der FDP/FB-Fraktion:

"29 Monate statt der versprochenen 20 Monate Bauzeit und dauerhafte Vollsperrung für Autos statt der zum Zeitpunkt der Stadtratsentscheidung avisierten 9 Monate! Wir fordern Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain auf darzulegen, wie es zu so krassen Fehleinschätzungen und Fehlplanungen kommen kann. Inzwischen muss man sagen, dass der Stadtrat bei seiner Entscheidung über die Sanierungsvariante offensichtlich fehlinformiert wurde und von falschen Tatsachen ausgegangen ist. Entweder muss man hinter die Qualität der Planungen in der Dresdner Straßenbauverwaltung ein großes Fragezeichen setzen oder das Beispiel Albertbrücke ist ein weiteres Symbol für eine Verwaltung, die sich völlig verselbstständigt hat und der es an Respekt und Verständnis für Stadtratsentscheidungen und demokratische Prozesse mangelt. Bürgermeister Schmidt-Lamontain ist aufgefordert, die in seinem Haus offensichtlich gängige Ignoranz von Stadtratsbeschlüssen zu beenden.

Besonders abenteuerlich klingen die Begründungen des zuständigen Amtsleiters für Bauverzug und Vollsperrung. Weil sich der Autoverkehrs angepasst habe, könne man die Brücke auch weiter gesperrt lassen. Mit der gleichen Begründung rechtfertigen insbesondere linksgrüne Politiker den Rückbau von Straßen und Brücken. Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass sich der Verkehr immer anpasst. Was soll er auch anderes tun? Dem Autofahrer bleibt keine andere Wahl, schließlich ist er den Entscheidungen der Dresdner Straßenbaubürokratie vollkommen ausgeliefert. Trotzdem haben sich die täglichen Wege für viele Dresdner mit der Albertbrücken-Sperrung erheblich verlängert, ebenso der notwendige Zeitaufwand. Auch die Belastungen durch den Umgehungsverkehr sind gerade für die Anwohner im Preußischen Viertel und in der Johannstadt enorm. Ganz zu schweigen von den Mehrbelastungen für die Umwelt. Bereits beim Stadtratsbeschluss war klar, dass die aktuelle Sanierungsvariante rund 12,4 Millionen Kilometer Umleitungsverkehr produziert. Bei dieser Berechnung ist man allerdings von 9 Monaten Sperrung für den Autoverkehr ausgegangenen. Mit dem durch Amtsleiter Koettnitz eigenmächtig geänderten Bauablauf dürfte sich diese Zahl locker verdoppelt haben. Diese rund 25 Millionen baubedingte Mehrkilometer für Autofahrer sind eine Belastung für alle Bürger. Dass die Straßenbauverwaltung diese selbstverschuldete Umweltbelastung einfach so beiseite wischt, verwundert angesichts der Anstrengungen rund um den Luftreinhalteplan und der Aufgeregtheit in den Feinstaub-Debatten. Die Straßenbauverwaltung verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie wieder einmal Pförtnerampeln, Fahrverbote oder Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Verbesserung der Luftqualität fordert. Fakt bleibt: Die Vollsperrung kostet Lebenszeit, die Nerven und die Umwelt.

Leider reiht sich das alles in Schildbürgerstreiche des Straßen- und Tiefbauamtes ein, wie das deutschlandweit belächelte Doppelgeländer auf der Albertbrücke oder die Rückbaupläne für die Stauffenbergallee und die Königsbrücker Straße. Zurecht wehren sich dabei die Dresdner Verkehrsbetriebe gegen den Vorschlag der Verwaltung, Straßenbahn und Individualverkehr mögen auf Teilstücken der Königsbrücker den Straßenraum gemeinsam nutzen."