Dresden
ANTRÄGE DER FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

Nutzung zeitgemäßer Kommunikationsmittel - Entwicklung einer Städte-App für Dresden
(eingereicht am 23.03.2012)

Beschlussvorschlag:

Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, bei der Neuausschreibung des Dienstleistungsvertrages für den Bereich Tourismus-Service besonderen Wert auf neue Medien und Kommunikationswege zu legen. Vertraglich garantiert sein sollen aktuelle Internetauftritte und eine Städte-App (application) für Smartphonenutzer mit bspw. aktuellen Veranstaltungshinweisen, historischen und geographischen Informationen zur Stadt Dresden.
 

Begründung:

Für Städtetouristen im Besonderen, aber auch für viele junge Menschen generell, ist ein mobiles und vor allem aktuelles Informationsangebot über eine Stadt wichtig. Statt Stadtpläne und Aushänge zu studieren nehmen viele ihr Mobiltelefon in die Hand und nutzen Internetsuchmaschinen oder andere Dienste, um Informationen über Veranstaltungen, Routen zum nächsten Ziel oder historische Hintergründe über einen Ort zu bekommen. Aufgrund dieser Nachfrage existieren bereits heutzutage mobile Reiseguides, die mit hilfreichen Funktionen und Informationen rund um Städte versehen sind.

Der Dresdner Tourismus-Service soll bei seinem Informationsangebot Wert auf einen aktuellen Internetauftritt der Stadt Dresden sowie eine daran angebundene Städte-App legen. Genau diese Kommunikationswege können Informationen in ganz unterschiedlichen Kategorien anbieten. Seien dies Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Museen, Shops, Haltestellen im Stadtteilgebiet, Restaurants oder Schwimmbäder, der kurzen und prägnanten Angebotsprä-sentationen sind keine Grenzen gesetzt. Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder freie Parkplatzangaben sind wertvolle Informationen, die in einer App für Dresden sofort zur Verfügung stehen und anhand dessen Touristen und Einwohner planen können. In einer Städte-App wäre zudem die Einbindung der bereits vorhandenen DVB-App („DVB mobil“) zu Fahrplanauskünften möglich. Mit ständig aktuellen Veranstaltungshinweisen auf den Internetseiten der Stadt, die außerdem über eine App für Dresden auf dem Smartphone abzurufen sein sollen, können u.a. auch die städtischen Kulturangebote zusätzlich vermarktet und daher direkt an den Tourismus-Service gekoppelt werden. Die bereits vorhandenen Strukturen beim Onlineticketverkauf könnte so auch noch einmal mit eingebunden werden.

Aber auch Einheimische, die eine Auskunft benötigen, einen Tagesausflug planen oder eine Veranstaltung besuchen wollen, können auf Internetauftritte und Städte-App zurückgreifen. Sie wären zudem über spezielle Angebote und kurzfristige Ankündigungen schnell informiert. Dazu zählen eben auch aktuelle Fahrplanänderungen der öffentlichen Verkehrsmittel und Angaben von Alternativen, die theoretisch problemlos über die DVB-App und Städte-App ausgegeben werden können.

Mit solchen modernen Angeboten in der Kommunikation des städtischen Geschehens im touristischen und kulturellen Bereich wäre es sogar möglich, die städtischen Audioguides, wie bspw. für den Revolutionsweg geplant, zugänglich und für viele Menschen nutzbar zu machen. Bereits in Hamburg wird genau eine solche Audiotour entlang des Rathauses, der historischen Speicherstadt und des Hafens über die eigene App angeboten. Auch in Berlin wird entlang des historischen Verlaufs der Mauer ein passender Audioguide mit O-Tönen, Filmen und Bildern über das Smartphone angeboten.

Bereits jetzt bieten mehrere Großstädte Deutschlands eigene Apps an, darunter befinden sich neben Hamburg auch Berlin, München, Stuttgart, Halle und Köln.