Dresden
ANTRÄGE DER FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

Antrag

Gegenstand: Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden als Austragungsort für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011

Beschlussvorschlag:

  1. Die Landeshauptstadt Dresden bewirbt sich beim Deutschen Fußballbund (DFB) als Austragungsort für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011.
     
  2. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, umgehend die Bewerbungsunterlagen zu erstellen und bis zum 30. April 2007 bei der DFB-Zentrale in Frankfurt einzureichen.

 

Begründung

Der Deutsche Fußballbund beabsichtigt, eine Bewerbung um die Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011. Abgabetermin für das deutsche Bewerbungsdossier ist der 1. August dieses Jahres. Die Bewerbungen potenzieller Austragungsorte müssen bis zum
30. April 2007 beim DFB eingereicht werden. Bis zum 11. Mai erfolgt dann gemeinsam durch das Weltmeisterschafts-Bewerbungskomitee und das DFB-Präsidium eine Auswahl derjenigen Städte und Stadien, die in das offizielle Kandidatur-Dossier für die FIFA aufgenommen werden. Dabei strebt der DFB einer Bewerbung mit zehn statt der geforderten vier bis sechs Stadien an, um erforderlichenfalls für eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften vorbereitet zu sein.

Aufgrund der vom DFB skizzierten Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Bewerbung hätte Dresden mit seinem unmittelbar vor dem Baustart stehenden neuen Fußballstadion hervorragende Chancen für eine Nominierung als Austragungsort. So wird das neue Stadion mit einer Kapazität von 30.000 Sitzplätzen die Mindestanforderungen für Vorrundenspiele wie auch die Spiele der Endrunde deutlich übertreffen. Zudem werden Stadien bevorzugt, die bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nicht mit berücksichtigt wurden und in der Region müssen gute Hotels und Trainingsplätze vorhanden sein.

Nachdem die öffentliche Begeisterung während der Fußball-WM 2006 an Dresden weitestgehend spurlos vorübergegangen ist, wäre die Frauen-Fußballweltmeisterschaft ein sportliches Großereignis, dass der Bedeutung Dresdens als traditioneller Fußballhochburg angemessen wäre und Dresdnerinnen und Dresdner für die entgangene Beteiligung am „Sommermärchen 2006“ ein stückweit entschädigen könnte. Die zu erwartende internationale Berichterstattung könnte die Stadt im Falle einer Nominierung als einzigartiges Marketinginstrument zur Standortwerbung nutzen. Wirtschaft und Tourismus würden von den Besuchern der WM profitieren und Dresden könnte sich einmal mehr als Weltstadt präsentieren.

Die enge Terminkette von Seiten des DFB bedingt die Eilbedürftigkeit der Ent-scheidung für eine Bewerbung. Im Anschluss an eine solche Bewerbung muss die Stadt alles daran setzen, den Stadionbau endlich zeitnah zu realisieren.