Dresden
ANTRÄGE DER FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

Erhalt des Freibades Cotta - Betreibung auch nach 2011 sicherstellen
(eingereicht: 03.05.2011)
(beschlossen: 16.06.2011)

 Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat spricht sich für den dauerhaften Erhalt des Freibades Cotta aus und beauftragt die Oberbürgermeisterin:

1. die Betreibung des Freibades Cotta auch über das Jahr 2011 hinaus sicherzustellen und dafür das Bad in der aktuellen Fortschreibung der „Konzeption zur dauerhaften Betrei-bung der Bäder der Landeshauptstadt Dresden (Dresdner BadKo 2006)“ zu verankern,

2. das bereits begonnene Sanierungskonzept kurzfristig fertig zu stellen und umzusetzen sowie das ebenfalls begonnene Fördermittelverfahren konsequent fortzusetzen.
 

Begründung:

Nachdem das Cottaer Freibad laut städtischem Bäderkonzept 2006 ursprünglich bereits zu Beginn des Jahres 2006 hätte geschlossen werden sollen, ist dessen Erhalt und Betreibung auch in diesem Jahr wieder gelungen. Am 01. Mai startete es gemeinsam mit den anderen Dresdner Bädern in die Saison. Dies ist vor allem dank mittelständischer Unternehmen aus dem Dresdner Südwesten möglich geworden, welche das Bad seit 2006 Jahr für Jahr in Ei-genleistung hergerichtet und auf die Saison vorbereitet haben. Erst dadurch war der Weiter-betrieb durch die städtische Qualifizierungs- und Arbeitsförderungsgesellschaft (QAD) bei finanzieller Unterstützung durch Stadt, Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft (EWG) und der Firma Eberhard Rink überhaupt möglich geworden.

Ab 2012 ist der Weiterbetrieb durch die QAD allerdings absehbar nicht mehr möglich, dies geht aus der aktuellen Beschlusskontrolle zum A0235-SR29-06 hervor. Dem Bad droht damit eine erneute Schließungsdiskussion. Eine Sicherstellung der Betreibung für die kommenden Jahre ist aber Voraussetzung für die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm und da-mit für die Umsetzung eines Sanierungskonzeptes für das Bad. Unternehmer und Förderer des Freibades Cotta haben auch für die Zukunft bereits ihre Bereitschaft signalisiert, den Erhalt weiterhin zu unterstützen. Es bedarf somit nur noch einer klaren Positionierung der Landeshauptstadt zum dauerhaften Erhalt des Freibades Cotta, um sowohl dem Fördermit-telgeber als auch der engagierten Bürgerschaft ein positives Signal zugeben. Die in der ak-tuellen Beschlusskontrolle zur V0973-SR26-06 bis Mitte des Jahres angekündigte Fort-schreibung des Bäderkonzeptes aus dem Jahr 2006 ist der richtige Zeitpunkt, um dies zu tun.

Das Freibad hat sich in den vergangenen Jahren vor allem zu einem bei Familien und Kin-dern beliebten Bad entwickelt und damit ist es 2011 bei der Betreibung des Freibades gelun-gen, den benötigten Zuschuss des Sportstätten und Bäderbetriebes erneut zu senken. Mit einer Sanierung würde das Bad attraktiver und könnte noch mehr Gäste anziehen, was dann wiederum zu einer noch besseren Eigendeckung des Bades führen würde. Die für diese Sa-nierung nötigen Mittel in Höhe von etwa 2,2 Millionen Euro sind bereits durch Fördermittel zu zwei Dritteln zugesagt und durch Eigenmittel im Sportstätten und Bäderbetrieb vorhanden.