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14.03.2013 | Kinderbetreuung

Ab dem 1. August 2013 gilt in Deutschland ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Dresden ist auf einem guten Weg, diesen Rechtsanspruch auch erfüllen zu können. Bereits in den vergangenen Jahren wurden dafür enorme finanzielle Mittel bereitgestellt, um so dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen durch eine höhere Geburtenrate und dem vielfachen Wunsch der Eltern, ihre Kinder in Kindertagesstätten betreuen zu lassen, Rechnung tragen zu können. Seit kurzem werden darüber hinaus die Kapazitäten in einzelnen Kindertagesstätten erhöht, um den Rechtsanspruch zu erfüllen. Nach Aussage der Stadtverwaltung sollte diese Maßnahme, die die Betreuungsqualität in den betroffenen Kitas beeinträchtigten kann, aber lediglich temporär sein. Wenn ausreichend Plätze geschaffen worden sind, sollte diese Kapazitätserhöhung wieder rückgängig gemacht werden.

Dazu erklärt André Schindler, Kitaexperte der FDP-Stadtratsfraktion:

"Es zeichnet sich nun ab, dass aus der temporären eine Dauerlösung wird. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen sind weitere Investitionen auch in den Folgejahren dringend erforderlich. Andernfalls ist eine dauerhafte Absicherung des Rechtsanspruches nicht möglich. Mit dem Beschluss zum Doppelhaushalt im Januar haben die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen jedoch bereits geplante Investitionsmittel des Eigenbetriebes Kindertagesstätten ab 2015 rigoros zusammengestrichen. Damit fehlen allein durch den Beschluss 5 Mio. € in den Jahren 2015 bis 2017. Bedenkt man, dass die Prognosen der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren immer nach oben korrigiert werden mussten, dann hätten selbst diese 5 Mio. € nicht ausgereicht, um den Bedarf zu decken. Nun gibt es mit der neuen Bevölkerungsprognose 2012 einen nochmaligen Anstieg der erwarteten Bevölkerungszahl auf über 556.000 Einwohner.

Die Folge wird sein, dass der Rechtsanspruch spätestens ab 2015 wieder in Gefahr gerät und dass die Kapazitätserhöhung in einzelnen Kitas zur Dauerlösung wird. Das ist ein unzumutbarer Zustand für Eltern und Kinder. Ziel sollte es sein, den Rechtsanspruch dauerhaft zu erfüllen sowie die Qualität der Betreuung zu steigern. Mit dem Beschluss, den Investetat des Eigenbetriebes Kita zu kürzen, werden beide Ziele klar verfehlt. Die FDP-Fraktion steht nach wie vor dazu, in Dresden ausreichend Plätze zu schaffen und eine hohe Betreuungsqualität zu gewährleisten. Dazu muss die Stadt mehr finanzielle Mittel bereitstellen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für eine wachsende Großstadt wie Dresden von entscheidender Bedeutung."

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