Dresden
Pressemeldungen
19.06.2013 |

Am Donnerstag soll der Stadtrat auf Antrag von Grünen, Linken, SPD und Bürgerfraktion die Sanierung der Albertbrücke mit einer 9-monatigen Vollsperrung und einer zusätzlichen 10-monatigen Einbahnstraßenführung für den Autoverkehr beschließen. Der Variantenvergleich der Stadtverwaltung errechnet dafür einen Ausweichverkehr (Verkehrsleistungsdifferenz) von 12,4 Millionen gefahrenen KfZ-Kilometern. Diese würden zu einem Großteil über die Nebenstraßen, vor allem der Stadtteile Johannstadt, Blasewitz und Neustadt, erfolgen.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Die mehrere Monate andauernde Sperrung der Albertbrücke wird vorrangig die Nebenstraßen, vor allem in der Johannstadt, in Blasewitz/Striesen und in der Neustadt, belasten. Eine Straße wie beispielsweise die Marienalle/Forststraße wird zur Hauptstraße. Gerade an den vielen Nebenstraßen in der Neustadt und der Johannstadt liegen allerdings viele Schulen und Kitas. Damit wird die sich bereits heute deutlich abzeichnende Verkehrsverlagerung zur Gefahr für viele Schulwege. Auch die Belastung mit Lärm und Abgasen in den Wohngebieten wird deutlich steigen. Zudem wird der Verkehr rund um das Blaue Wunder sogar weiter zunehmen.

Die Umweltbelastung und Verkehrsbelastung wird aber auch auf den bereits heute stark belasteten Straßen rund um die Carolabrücke zunehmen. Damit werden Straßen, die sowieso schon unter Beobachtung im Luftreinhalteplan der Landeshauptstadt stehen, noch weiter belastet. Damit können wir die gesteckten Ziele niemals erreichen und am Ende drohen uns Verfahren bei der Europäischen Union oder sogar eine Zwangsumweltzone.

Dies alles wird leichtsinnig in Kauf genommen, weil jenseits von verkehrspolitischen Fakten Entscheidungen erzwungen werden sollen. 12,4 Millionen Kilometer durch den Autoverkehr mehr auf den Dresdner Straßen kaschieren allein 1/3 aller Anstrengungen des Luftreinhalteplanes für ein Jahr. Der Grund dafür liegt in der heutigen Verkehrsführung über die Albertbrücke. Die Brücke ist eine innerstädtische Brücke, die vor allem den Verkehr zwischen der Neustadt und der Johannstadt bewältigt. Umleitungen über die Carolabrücke oder die Waldschlößchenbrücke führen dann zwangsläufig zu Schleichverkehr durch die Wohnviertel. Damit sind die Anwohner und die Anlieger der Straßen wie Schulen und Kitas die Leidtragenden."

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