Dresden
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25.10.2013 | Sport

Nach der Ausgründung der städtischen Bäder in eine GmbH befindet sich der verbliebene Eigenbetrieb Sportstätten in einer Phase der Neustrukturierung und Findung. Dazu kommen die Schäden aus dem Juni-Hochwasser und die Arbeit am aktuell in die Beratung gegangenen Sportentwicklungsplan. Mehrere Anfragen von FDP-Stadträtin Barbara Lässig ergaben nun, dass trotz dieser enormen parallelen Belastungen der Mitarbeiter fast jede siebente Stelle im Sportstättenbetrieb (Soll 154, Ist 133, 21 unbesetzte Stellen) unbesetzt ist. Dazu gehören aktuell auch der Eigenbetriebsleiter und Abteilungsleiter. Trotz dass seit Jahren bekannt ist, dass der Vertrag des Eigenbetriebsleiters ausläuft, soll die Stelle noch bis ins erste Quartal 2014 unbesetzt bleiben. Die Verwaltung begründet dies mit dem langwierigen Ausschreibungsverfahren.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der FDP-Stadtratsfraktion, Barbara Lässig:

"Die aktuelle Situation ist das Resultat einer jahrelangen Misswirtschaft des Eigenbetriebsleiter und auch des zuständigen Bürgermeisters. Aus Gesprächen mit den Mitarbeitern des Sportstättenbetriebes weiß ich, dass die Mitarbeiter zum Teil an ihre Belastungsgrenzen gehen müssen. Es ist nicht einmal möglich, die über Jahre hinweg angelaufenen tausenden von Überstunden auszugleichen. Die insgesamt 21 unbesetzten Stellen sind nicht nachvollziehbar, da der zuständige Fachbürgermeister auch gleichzeitig Chef des Haupt- und Personalamtes und damit zuständig für die Stellenausschreibungen ist. Dass der Eigenbetrieb seit Monaten ohne richtigen Chef ist und parallel auch noch wichtiges Leitungspersonal fehlt, ist nicht zu akzeptieren. Die gesamte Neustrukturierung und Neuausrichtung des Eigenbetriebes bleibt damit auf wenigen Schultern liegen.

Ich haben tiefen Respekt vor der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Eigenbetrieb, die trotz dieser chronischen Unterbesetzung die Folgen des Juni-Hochwassers zu managen hatten. Dass diese Belastung nicht spurlos an den vielen Mitarbeitern vorbeigeht, sieht man an der Weigerung der Stadt, die Frage nach der Stimmung im Eigenbetrieb zu beantworten. Diese Weigerung spricht Bände. Die Mitarbeiter werden auf Verschleiß gefahren. Unter diesen Belastungen kann eine konzeptionelle Neuausrichtung, wie sie mit dem Sportentwicklungsplan geplant und durch die Ausgliederung der Bäder notwendig ist, nicht gelingen. Strategische Weiterentwicklungen, die wir im Dresdner Sport brauchen, sind quasi ausgeschlossen.

Aus diesem Grund fordere ich Herrn Bürgermeister Lehmann als Verantwortlichen, der die Fehlentwicklung im Eigenbetrieb unter dem alten Leiter seit Jahren kannte und gedeckt hat, zum Handeln auf. Die Stellenbesetzung des neuen Sportstättenchefs muss beschleunigt sowie unbesetzte und für die professionelle Arbeit des Eigenbetriebs müssen dringend erforderliche Stellen umgehend besetzt werden. Wir haben viel Arbeit vor uns: die restlichen Hochwasserschäden müssen beseitigt, ein vernünftiger Sportentwicklungsplan auf den Weg gebracht und die Neustrukturierung des Eigenbetriebes angegangen werden. Dabei sind die Langzeitbaustellen wie die Stadionverträge und die fehlenden Sporthallen noch gar nicht berücksichtigt."

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