Dresden
Pressemeldungen
26.11.2013 | VEP 2025
Zastrow: "Das Auto ist und bleibt das wichtigste Fortbewegungsmittel in Dresden"

In der Sächsischen Zeitung vom heutigen 26.11.2013 gibt Herr Prof. Ahrens, einer der wissenschaftlichen Begleiter des Verkehrsentwicklungsplanes, ein Interview zum Verkehr in Dresden bis 2025. Dabei überraschen seine Aussagen sehr, denn sie widersprechen jeder Statistik und jeder Prognose der Landeshauptstadt Dresden – auch der Verkehrsprognose 2025, welche Grundlage für den VEP2025 ist. So geht die Verkehrsprognose 2025 (Vorlage V0989/11) von einem Zuwachs der Verkehrsbelastung von 2% im gesamten Dresdner Straßennetz aus . Geht man von einer aktuellen Verkehrsbelastung von rund 3,3 Mrd. gefahrenen Kilometern (Zahlen 2010, Emissionskataster – AF2496/13) in der Landeshauptstadt aus, entspricht dies einer zusätzlichen Belastung von 66 Mio. gefahrenen Kilometern. Dies ist auch anhand der aktuellen statistischen Erhebung plausibel, so steigt der Bestand an Fahrzeugen (PKW, Krafträder und Nutzfahrzeuge) in Dresden im relativen Vergleich schneller als die Einwohnerzahl steigt. Waren 2008 noch 225.588 Fahrzeuge insgesamt angemeldet, sind es 2012 bereits 243.723 Fahrzeuge, dies entspricht einem Wachstum von 8%. In derselben Zeit ist die Bevölkerung von 512.234 im Jahr 2008 auf 536.844 (4,8%) im Jahr 2012 bzw. 525.105 im Jahr 2012 (2,5% - zensusbereinigt) gewachsen.

Darüber hinaus ist auch der gesamte Verkehrsentwicklungsplan bis heute finanziell nicht abgesichert. Im Gegenteil: einige als Sowieso-Maßnahmen gekennzeichnete Elemente sind mehr als fraglich. Damit ist bereits heute absehbar, dass es die angekündigte Entwicklung im Modal Split nicht geben wird.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Das Auto ist und bleibt das wichtigste Fortbewegungsmittel in Dresden, das belegen alle Fakten und auch der Blick auf die Straße. Es ist erstaunlich, dass immer wieder versucht wird, ohne jede Grundlage den Verkehr von morgen vorauszusagen. Dabei ist die Erstellung von Fünf-Jahres-Plänen, die das Verhalten und den Konsum der Zukunft planen wollten, in Ostdeutschland schon einmal schiefgegangen. Fast gebetsmühlenartig wird immer wieder davon gesprochen, dass der ÖNPV weiter ausgebaut werden muss, dabei hat Dresden bereits deutschlandweit die modernste Fahrzeugflotte bei den Straßenbahnen. Entscheidende Verkehrsprojekte werden seit Jahren nur noch den Verkehrsbetrieben untergeordnet. Im Gegensatz dazu verfallen die Dresdner Straßen immer weiter, wir können nicht einmal mehr die Schlaglöcher flicken. Wenn ich mir die aktuellen Aussagen aus dem wissenschaftlichen Beirat des VEP2025 anhöre, könnte man bei dem Verfall des Dresdner Straßennetzes fast schon Vorsatz vermuten.

Dresden ist eine dynamisch wachsende Großstadt. Die steigende Einwohnerzahl sowie die wachsende Zahl an Arbeitsplätzen in Handel und Produktion zeigen bereits heute die Notwendigkeit einer guten Infrastruktur. Eine gute Infrastruktur ist ein Standortfaktor. Dabei müssen alle Verkehrsteilnehmer egal ob Auto-, Bahn- oder Radfahrer oder aber Fußgänger berücksichtigt werden. Nur ein Ausgleich zwischen allen Verkehrsteilnehmern kann die Herausforderung der Zukunft bewältigen. Die einseitige Benachteiligung von Autofahrern, wie sie immer wieder von einzelnen Leuten besonders aus dem Umfeld der DVB gefordert wird, wird es mit der FDP nicht geben.

Zur Behauptung, Autofahren sei noch zu billig, muss ich nur auf die aktuellen Zahlen verweisen. 53 Mrd. Euro spülen die Autofahrer jedes Jahr in die Kassen des Staates. Lediglich 19 Mrd. Euro davon landen im Straßenbau. Sollte sich die Abkehr vom Autoverkehr tatsächlich durchsetzen, frage ich mich, wer dann eigentlich die Straßenbahnen subventionieren soll."
 

Kontakt

Landeshauptstadt Dresden
FDP/FB-Fraktion im Stadtrat

Postanschrift
Postfach 12 00 20
01001 Dresden

Besucheranschrift
Rathaus
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
1. Etage, Zimmer 1|203

Telefonnummer
(0351) 4 88 26 64

Faxnummer
(0351) 4 88 29 89

E-Mail Adresse