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11.03.2014 | Festspielhaus Hellerau

Im heutigen Kulturausschuss und danach im Stadtrat soll über die Fortsetzung des Vertrages mit der Forsythe Company über das Jahr 2016 hinaus bis Ende 2018 entschieden werden. Der Vertrag mit der Tänzergruppe um William Forsythe besteht im Rahmen des Hauptstadtkulturvertrages und kostet die Stadt jährlich rund 1,685 Millionen Euro und damit rund 550 Euro pro Forsythe-Besucher. Bereits 2012 hat die FDP-Fraktion massive Kritik an der Vertragsverlängerung mit der Forsythe Company geübt. Nun soll der Vertrag vorzeitig bis 2018 verlängert werden, obwohl William Forsythe selbst nur noch beratend tätig werden wird.

Dazu erklärt FDP-Stadtrat Matteo Böhme: "Jetzt gibt es eine gute Gelegenheit, die Verträge mit der Forsythe Company 2016 auslaufen zu lassen und die Ausrichtung des Festspielhauses Hellerau ganz neu zu denken. Die vergangenen Jahre haben bewiesen, dass Forsythe touristisch und wirtschaftlich absolut irrelevant, ja mit einem Zuschussbedarf von rund 550 Euro pro Besucher sogar finanziell absurd ist. Mit dem Ausfall des Leiters Herrn Forsythe bricht auch die letzte Argumentation der Befürworter weg. Ich kann beim besten Willen keinen einzigen Vorteil für die Landeshauptstadt in einer Weiterführung der Zusammenarbeit mehr erkennen."

Böhme kritisiert vor allem die Spaßveranstaltungen, die unter dem Label von Forsythe in den vergangenen zwei Jahren stattgefunden haben. So wurden 2012 eine überdimensionierte Hüpfburg und 2013 hunderte weiße Luftballon in den Spielplan aufgenommen, die offensichtlich nichts mit modernem Tanz zu tun haben. Böhme vermutet, dass damit die schlechten Besucherzahlen aufgehübscht werden sollen. Er fordert deshalb grundlegende Änderungen:

"Die Ausrichtung und der Betrieb des Festspielhauses Hellerau müssen komplett neu gedacht und weiterentwickelt werden. Dazu passt auch, dass der Vertrag mit dem aktuellen künstlerischen Leiter des Festspielhauses ebenfalls Mitte 2017 ausläuft. Beide endenden Verträge ermöglichen der Landeshauptstadt jetzt die Chance zum Ausstieg. Die Gelder aus dem Hauptstadtkulturvertrag wären bei den touristisch bedeutenderen Landeseinrichtungen viel besser aufgehoben und würden Dresden dort sogar einen erkennbaren Mehrwert bringen."
 

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