Dresden
Pressemeldungen
01.04.2014 |

Nach Medienberichten vom heutigen Dienstag fordern die Grünen erneut die Sperrung der Augustusbrücke für den Autoverkehr. In regelmäßigen Abständen wiederholen die Grünen diese Forderung.
 

Dazu erklärt Holger Zastrow, der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion:
"Ich frage mich, ob es sich bei der Forderung der Grünen um einen Aprilscherz handelt oder ob Frau Haase einfach noch nie in Prag war. Die Grünen und vor allem Frau Haase sollten endlich die Realitäten zur Kenntnis nehmen. Die Augustusbrücke ist und wird keine Karlsbrücke. In ihrer Dimension und Funktionalität lässt sich das Dresdner Brückenbauwerk nicht mit dem in Prag vergleichen. Während die Karlsbrücke mit einer Breite von 10 Metern eine vergleichsweise kompakte und enge Brücke ausschließlich für Fußgänger ist, fährt auf der bis zu 25 Meter breiten Augustusbrücke sogar eine Straßenbahn. Allein dieser Umstand schließt den verspielt-romantischen Charakter der Karlsbrücke bei der Augustusbrücke aus. Die Augustusbrücke wurde zwischen 1907 und 1910 als massive Straßenbrücke zur Aufnahme hoher Verkehrslasten konstruiert; eine Funktion, die die bereits 1357 erbaute Karlsbrücke nie hatte. Ein Verzicht auf die Augustusbrücke hätte zudem für den Straßenverkehr in Dresden erhebliche Auswirkungen. Zum Vergleich: In Dresden gibt es zurzeit sieben Brücken, wovon vier im Stadtzentrum liegen. Völlig unvernünftig soll demnächst mit der Albertbrücke auch noch eine dieser Innenstadtbrücken für den Autoverkehr gesperrt werden. In Prag gibt es 15 Brücken über die Moldau in der Innenstadt. Wer bei der derzeitigen Dresdner Verkehrssituation ernsthaft die Sperrung einer Brücke in Erwägung zieht, lebt in einer anderen Welt. Zumal die Straßenbahn auf der Augustusbrücke verbleiben soll, das schließt ja bereits eine Nutzung wie von den Grünen vorgeschlagen aus. Der erneute Vorstoß zur Sperrung der Augustusbrücke ist ein weiterer untauglicher Versuch, den Sinn der Dresdner Elbbrücken in Frage zu stellen und ebenfalls der erneute Versuch, die Dresdner Autofahrer zu schikanieren. Auch wenn die Augustusbrücke nicht die Belegungszahlen aufweist, die andere Dresdner Brücken haben, so stellt sie trotzdem ein wichtiges Bindeglied zwischen der Altstadt und der Neustädter Seite dar und wird von zahlreichen Autofahrern gern genutzt."
 

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