Dresden
Pressemeldungen
24.02.2016 | Tourismus

Nach Medienberichten vom heutigen 24.02.2016 sanken die Zahl der Touristen und die Zahl der Übernachtungen in Dresden deutlich. Rund drei Prozent weniger Übernachtungen gab es in Dresden 2015. Damit setzt sich der Trend der sinkenden Touristenzahlen aus dem ersten Quartal noch einmal deutlich fort. Als Hauptgrund für die ausbleibenden Touristen wird von Branchenvertretern ein Imageschaden aufgrund von PEGIDA gesehen, aber auch die komplizierte und teure Bettensteuer. Gerade bei deutschen Touristen war ein starker Rückgang zu verzeichnen.
Dazu erklärt Holger Zastrow, der Fraktionsvorsitzende der FDP/FB-Fraktion:

"Die ausbleibenden Touristen zeigen deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen für die städtische Tourismusbranche im vergangenen Jahr gravierend verschlechtert haben. Aus Sicht der FDP/FB-Fraktion bedarf es nun endgültig einer grundlegenden Kurskorrektur in der Tourismuspolitik unserer Stadt. Tourismusfreundliche Weichenstellungen und der Ausbau des Stadtmarketings müssen endlich wieder Vorrang haben. Es muss Schluss sein mit der Selbstbedienungspolitik im Tourismusbereich zum Schaden einer ganzen Branche. Die Tourismusbranche ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt und steuert auf sehr harte Zeiten zu. Schuld daran ist nicht zuletzt die städtische Politik.

Wir fordern die Wiedereinführung der verkaufsoffenen Sonntage, um Dresden wieder als Handelsstandort zu positionieren und für Wochenendtouristen attraktiv zu machen. Die teure und komplizierte Bettensteuer muss korrigiert werden. Das städtische Marketing muss endlich ausreichend finanziert werden. Seit Jahren ist die städtische DMG unterfinanziert und nachdem die DMG nun auch noch das Kraftwerk Mitte bewerben soll, ohne neues Geld zu bekommen, wird sich diese Situation weiter deutlich verschärfen. So kann es in unserer Stadt einfach nicht weitergehen. Wir brauchen wieder eine neue Offenheit in der Stadtverwaltung für neue Events und Veranstaltungen. Die Stadtverwaltung muss mit Entbürokratisierung Organisatoren und Veranstalter unterstützen und aufhören, immer neue Hürden zu bauen. Die Verkleinerung der BRN und die Beschränkung des Stadtfestes auf die Altstadt sind auch tourismuspolitisch in der aktuellen Situation die völlig falschen Signale. Die Politik und vor allem die Stadtverwaltung muss sich der veränderten Situation anpassen. Die Zeiten der unaufhaltsam wachsenden Touristenzahlen ohne jeden eignen Aufwand sind endgültig vorbei. Jetzt muss der Kurswechsel in der Tourismuspolitik her."
 

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