Mücke: “Eine Sanierung würde die Stadt 7,2 Mio. EUR kosten; das sollte uns das Sachsenbad Wert sein!“
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1929 konnten ganze Familiengenerationen im Sachsenbad das Schwimmen erlernen. Insbesondere im Stadtteil Pieschen ist die Bindung an dieses Stadtbad im Stil der 1920iger Jahre nach wie vor besonders groß. Seit das Bad im Jahr 1994 wegen akuter baulicher Mängel aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, hat es unzählige Initiativen zur Wiedereröffnung des Bades seitens engagierter Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Stadt gegeben. Eine Sanierungsstudie der Architekten Dr. Michael Dähne und Gerald Mikoleit aus dem Jahre 2006 sieht den Umbau des Bades zu einer Schwimmhalle mit angeschlossener „Sauna- und Wellnesslandschaft“ vor. Letztere soll dabei in einem Neubau untergebracht werden; für die Schwimmhalle im historischen Gebäude ist eine Verbreiterung auf 6 Bahnen vorgesehen.
FDP-Fraktionschef Jan Mücke begrüßt diese Planungen: „Damit würde man den Stadtteil Pieschen aufwerten und auch für die vielen hinzugezogenen jungen Familien wesentlich attraktiver machen.“ Mücke, der selbst seit vielen Jahren in Pieschen lebt, weist in die-sem Zusammenhang auf die unzähligen bereits gefassten Stadtratsbeschlüsse zum Sachsenbad hin. „Zurzeit gibt es im Stadtrat wieder Bestrebungen, die Verwaltung mit neuen Konzepten und statistischen Erhebungen zu beauftragen. Dies ist jedoch unnötiger Aktio-nismus und bringt uns einer Wiedereröffnung keinen Schritt näher. Wir müssen jetzt end-lich „Nägel mit Köpfen machen!““, so Mückes Forderung. „Das Sanierungskonzept liegt seit 2006 vor und auch der Finanzierungsbedarf steht fest. Von den veranschlagten Ge-samtkosten in Höhe von 9,7 Mio. EUR müsste die Stadt bei einer angenommenen Förde-rung in Höhe von 30 % noch 7,2 Mio. EUR an Eigenkapital aufbringen; das sollte uns das Sachsenbad Wert sein!“ Nur vor einer Förderung aus der Sportförderrichtlinie des Frei-staates warnt Mücke eindringlich: „Die Förderung muss aus EFRE-Mitteln erfolgen. An-sonsten würden wir den Standort für das laut Dresdner Badkonzeption geplante neue Kombibad im Dresdner Norden präjudizieren und ein anderes Hallenbad schließen müs-sen. Das Sachsenbad muss jedoch schon aus Gründen des Denkmalschutzes und der Stadtentwicklung unter allen Umständen erhalten bleiben, insoweit sollte man diese Fra-ge von der Badkonzeption und allen zusätzlichen erschwerenden Bedingungen abkop-peln.“
Mücke würdigte in diesem Zusammenhang zugleich auch das langjährige Engagement des Pieschener FDP-Ortsbeiratsmitgliedes Dr. Manfred Dreßler für den Erhalt des Sach-senbades.