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24.04.2008 | Dresden I 24.04.2008 I Tourismus
Sinkende Übernachtungszahlen - FDP unterstützt Forderung der DWT nach größerem Werbeetat

Zastrow: “Wer den Anspruch erhebt in der Champions League zu spielen, muss dafür auch etwas tun!“

Die jüngsten Dresdner Übernachtungszahlen weisen einen Rückgang um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Einerseits kann das Jahr der Fußball-WM für eine Touristenstatistik kaum als repräsentativ gelten und andererseits hat sich die Fernverkehrsanbindung der Sächsischen Landeshauptstadt in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert. Als eine weitere wichtige Ursache sieht FDP-Fraktionsvize Holger Zastrow jedoch auch den bisher eher bescheidenen Werbeetat der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH.

Zastrow: „Mit 1,8 Mio. EUR städtischem Gesamtzuschuss, einschließlich sämtlicher Per-sonal- und Sachmittelkosten der DWT, können wir auf Dauer keinen „Blumentopf“ gewin-nen. Allein die aktuelle Berliner Werbekampagne „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ lässt sich die Metropole für die nächsten drei Jahre 3,5 Mio. EUR jährlich kosten; und da-bei handelt es sich nur um die Basisfinanzierung durch den Berliner Senat. Dresden be-wegt sich mit seinen 500.000 Einwohnern touristisch in derselben Klasse wie die Millio-nenstädte München, Berlin und Hamburg. Um diesen Platz zu halten, müssen wir einfach mehr investieren. Wer in der Champions League mitspielen will, muss bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Vermarktung hat etwas mit Lautstärke zu tun. Damit man in New York, London, Paris und Tokio überhaupt wahrgenommen wird, reicht es heute nicht mehr, auf die Schönheit einer Altstadtsilhouette zu vertrauen.“

Zastrow fordert deshalb die Stadt auf, endlich „zu klotzen, statt zu kleckern“. Eine Etat-erhöhung um 1 Mio. EUR, wie jetzt von der DWT gewünscht, sei in jedem Falle gut ange-legtes Geld. Wichtig wäre dabei allerdings, dass diese Etaterhöhung auch wirklich in vol-ler Höhe in eine überregionale Werbekampagne fließen würde, um nicht nur Frauenkir-che, Semperoper und Grünes Gewölbe bekannt zu machen, sondern auch die vielen an-deren Sehenswürdigkeiten und kulturellen Höhepunkte der Stadt vermarkten zu können. Eine solche Finanzspritze würde letztlich auch den zahlreichen Hotelneubauten der jüngs-ten Zeit zu Gute kommen. Im letzteren Fall gelte, so Zastrow, die alte Regel: „Wer A sagt, muss auch B sagen! Wir können nicht einen Hotelneubau nach dem anderen ge-nehmigen und uns dann als Stadt aus der Verantwortung stehlen.“

 

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