Geplanter Ausbau der B 172 - FDP-Antrag fordert Wiedereröffnung der Brücke über den Lockwitzbach
Genschmar: “Die Verkehrssituation für Anwohner, Kinder und Eltern der Kinder-tagesstätte an der Heidenauer Straße wird unerträglich!“
Die Bahnhofstraße in Niedersedlitz wurde im Jahr 2006 im Abschnitt Sosaer Straße bis Gleisschleife im Rahmen von Maßnahmen zur Hochwasserschadensbeseitigung grundhaft ausgebaut und instandgesetzt. Im Zuge dieser Verkehrsbaumaßnahme erfolgte eine Neugestaltung der Anbindung der Prof.-Billroth-Straße an die Bahnhofstraße. Die Brücke über die Lockwitz ist für den Fahrzeugverkehr seitdem gesperrt und die Anbindung der Prof.-Billroth-Straße an die Bahnhofstraße nur noch als Gehbahnüberfahrt gewährleistet. Seit Sperrung muss deren gesamter Verkehr einschließlich der Busse der Linie 73 und des LKW-Verkehrs durch die Heidenauer Straße aufgenommen werden.
Statik und Bauzustand der Brücke sind laut Stadtverwaltung nicht zu beanstanden. Die Sperrung erfolgte zunächst lediglich aus „verkehrsorganisatorischen Gründen“. Später ist geplant, die Brücke abzureisen und unter Beachtung des „vorsorgenden Hochwasser-schutzes“ neu zu errichten. Allerdings ist zu befürchten, dass dieser nur als Fußgänger- und Radfahrerbrücke erfolgen soll und die Brücke damit für den Fahrzeugverkehr dauer-haft gesperrt bleibt.
Dazu erklärt FDP-Stadtrat Jens Genschmar: „Seit Sperrung der Brücke hat sich die Le-bensqualität für die Anwohner der Heidenauer Straße und die Kinder der Kindertagesstät-te drastisch verschlechtert. Wenn dann ab 2009 auch noch die Umleitung des Verkehrs der B 172 über den Verkehrszug Heidenauer - Prof.-Billroth-Straße - Lugaer Straße er-folgt, wird die Situation unerträglich“.
In einem entsprechenden Antrag fordert die FDP-Fraktion deshalb mit dem Abriss der Brücke bis zum Abschluss des Ausbaus der Dohnaer Straße (B 172) im nächsten Jahr zu warten und die Brücke für den Fahrzeugverkehr vorerst wieder freizugeben. „Ferner muss der nach dem Abriss geplante Ersatzneubau unbedingt als vollwertige Verkehrsbrü-cke für alle Verkehrsteilnehmer erfolgen.“, so Genschmar weiter. „Denn mit der unange-kündigten Schließung der Brücke hat die Stadtverwaltung allen Betroffenen einen „Bä-rendienst“ erwiesen. Während der Großteil unter dem Verkehr leidet, wurden Einzelhänd-ler im hinteren Teil der Billroth-Straße von ihren Kunden abgeschnitten.“
Dem FDP-Antrag hat der Prohliser Ortsbeirat in dieser Woche fast einstimmig zuge-stimmt.