Dresden
Rückblick :

(Dresden/20.04.2012) Nach Medienberichten von heute haben sich die Landkreise Meißen, Vogtland und Erzgebirge einem freiwilligen organisatorischen Stresstest durch den Landesrechnungshof unterzogen. Aus den Ergebnissen dieses Stresstests ergaben sich nach Medienberichte Einsparmöglichkeiten von rund 22 Millionen Euro für alle drei Landkreise. Der Rechnungshof hat zudem angekündigt auch den Verwaltungsapparat der Großstädte punktuell überprüfen zu wollen. Mit über 5.500 Mitarbeitern in der direkten Stadtverwaltung und zusammen mit den Eigenebetrieben über 12.000 Mitarbeiten hat Dresden fast so viele Angestellte wie alle Landkreise zusammen. Diese haben aktuell 13.000 Mitarbeiter und der Rechnungshof hat das Einsparpotential für alle Landkreise auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Dresden sollte dieses Angebot des Rechnungshofes annehmen und sich freiwillig für eine Überprüfung und Beratung durch den Landesrechnungshof melden. Die Stadt braucht ganz dringend eine Aufgaben- und Strukturkritik, denn wenn 2019 die Solidarpaktmittel aus dem Westen auslaufen, muss auch Dresden mit weniger Geld aus dem Finanzausgleich vom Freistaat auskommen. Auf diesen Zeitpunkt muss sich Dresden vorbereiten, und dabei kann externe Hilfe und Beratung nur gut sein. Denn die Stadt hat die selbstgesteckten Ziele bei den Personalkosten im aktuellen Haushalt komplett verfehlt.

Dass Dresden an der eigenen Verwaltungsstruktur dringend arbeiten muss, wissen wir nicht erst seit dem letzten Tarifabschluss, der die Stadt mit einem zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr belastet. Auch der künftige Personalbedarf wird sehr unterschiedlich ausfallen: So werden wir auch weiterhin viele neue Erzieher brauchen, aber an anderen Stellen der Verwaltung wie beispielsweise im Marktamt deutlich weniger. Diese Strukturen gilt es, kritisch zu hinterfragen und dringend Einsparpotentiale zu erschließen, denn bereits jetzt ist klar, dass die Folgekosten der vielen neuen Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen den Verwaltungshaushalt noch stärker belasten werden. Die Stadt muss sich schnell und umfassend diesen Herausforderungen stellen, und da ist es nur sinnvoll, die Hilfe der obersten sächsischen Prüfbehörde anzunehmen."

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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