Dresden
Rückblick : Eintrittskarten Pillnitz
Zastrow: "Verzicht auf Einnahmen steigern auch die Defizite" - FDP-Fraktion zur Subvention von Pillnitz-Eintrittskarten

(Dresden/25.04.2012) Die städtischen Unternehmen DREWAG und DVB subventionieren die neuen Jahreskarten in den Schlosspark Pillnitz für ihre Kunden mit vier Euro, als Gegenleistung für die Ermäßigung der Eintrittskarten erhält der sächsische Staatsbetrieb Werbeleistungen innerhalb der städtischen Unternehmen. Werbeleistungen die jeder Unternehmer bei den städtischen Unternehmen teuer einkaufen müsste. Damit verzichten die Unternehmen auf Einnahmen und im Fall der DVB verzichten sie sogar auf eine Verringerung des Jahresverlustes, der sich auf rund 40 Millionen Euro beläuft. Nach Aussagen des Pressesprechers der Landeshauptstadt Dresden in Medienberichten vom heutigen 25.04.2012 würden aber keine finanziellen Mittel fließen und deshalb sei es nur eine Kooperation.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Auch der Verzicht auf Einnahmen für erbrachte Leistungen, in diesem Fall für Werbeleistungen, ist nichts anderes als ein Griff in die Kassen der städtischen Unternehmen. Die Stadtspitze hat wieder einmal zum altbekannten Trick der Werbeverträge gegriffen. Da es ja bekannt ist, dass staatliche Unternehmen kein Sponsoring ohne Gegenleistung tätigen können, wird wie bereits bei Dynamo oder der Eisarena eine rein politische Entscheidung als Werbevertrag getarnt. In diesem Fall eben nur anders herum, denn jetzt wirbt der Sächsische Staatsbetrieb in den städtischen Unternehmen DREWAG und DVB, und bezahlt dafür mit ermäßigten Eintrittskarten für die Kunden der städtischen Unternehmen.

Dem sächsischen Staatsbetrieb kann es letztendlich egal sein, wer die Eintrittskarten bezahlt, denn er hätte die nun verrechnete Werbeleistung ansonsten teuer einkaufen müssen und dafür gutes Geld bezahlt. Anstatt sich also Leistung bezahlen zu lassen und damit im Sinne des Unternehmens wirtschaftlich vernünftig zu handeln wurde eine rein politische Entscheidung zur Grundlage des unternehmerischen Handels gemacht. Dass gerade ein städtisches Unternehmen wie die DVB, das pro Jahr einen Verlust von fast 40 Millionen Euro macht, auf Einnahmen verzichtet, ist nicht nachvollziehbar. Und das auch noch als Monopolist, der unternehmerisch nicht gezwungen ist, Werbung bei seinen Kunden durch ermäßigte Eintrittskarten für Pillnitz zu machen.

Am Ende bezahlt das Defizit der DVB immer der DREWAG-Kunde durch seine Stromrechnung. Denn irgendwoher kommen ja die Gewinne des Stromversorgers, die es der Stadtspitze erlauben, immer wieder teure Geschenke zu verteilen."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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