Dresden
Rückblick :

(Dresden/29.06.2012) CDU und FDP sind für ein Mahnmal für die Bombenopfer in Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 in der Dresdner Innenstadt. Beide Dresdner Stadtratsfraktionen sprechen sich in einem gemeinsamen Antrag, der am kommenden Montag (2.7.) im Ältestenrat der Landeshauptstadt Dresden behandelt werden soll, für die Errichtung des Mahnmals in der Gedenkstätte Busmannkapelle am Postplatz aus. Er soll als Ort des stillen Gedenkens konzipiert werden. Die Oberbürgermeisterin soll dafür ein Konzept im Rahmen der aktuellen Debatte zur Zukunft des 13. Februars vorlegen.

Die Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar zerstörten nicht nur weite Teile der Stadt, weltbekannte Sehenswürdigkeiten und unwiederbringbare Kunstschätze, sie töteten auch annähernd 25.000 Menschen, darunter viele Frauen, Kinder und Flüchtlinge. Dieses schreckliche Ereignis stellt die schmerzhafteste Wunde in der über 800-jährigen Geschichte der Stadt dar. Daran sollte in der Gedenkstätte Busmannkapelle mit einem Mahnmal würdig erinnert werden. "Das Mahnmal soll aber auch daran erinnern, dass der vom Nationalsozialismus entfesselte Krieg auch Ursprung war für die Zerstörung Dresdens. Insbesondere junge Generationen werden dadurch an die Geschichte Dresdens herangeführt, in der Diktatur, Willkür und Menschenhass vorherrschte", so der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Dr. Georg Böhme-Korn.

Darüber hinaus erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat:

"Wir wollen mit einem Mahnmal im unmittelbaren Stadtzentrum an die getöteten der Luftangriffe vom 13. Februar erinnern. Wir wollen ihre Namen veröffentlichen und für jeden zugänglich machen, ihrer gedenken und den Opfern ihre Identität zurückgeben. Wir wollen einen zentralen Ort schaffen, der es Angehörigen, Dresdnerinnen und Dresdnern und Besuchern unserer Stadt möglich macht, in einer Stätte des stillen Gedenken, der Andacht und des Friedens sich der Opfer zu besinnen.

Die Sophienkirche steht stärker als jeder andere Ort in der Stadt für das folgenschwere Schicksal Dresdens in zwei Epochen. Sie erinnert an die Zerstörung Dresdens und die Verbrechen der Nazi-Diktatur wie auch an geschehenes Unrecht unter dem Regime der SED. Damit ist die Busmannkapelle als Gedenkstätte für die Sophienkirche als Standort für das Mahnmal besonders geeignet.

Zur Finanzierung verzichten die Stadträte auf eine Erhöhung ihrer Entschädigungen zugunsten der Errichtung der Gedenkstätte für die Opfer des Bombenangriffs. Dieser Verzicht soll auch als Aufruf an die Dresdner Bürgerschaft verstanden werden, sich mit Spenden an der Finanzierung des Mahnmals zu beteiligen."

Anlage: A626/12 "Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 in der Gedenkstätte Busmannkapelle"

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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