Dresden
Rückblick : Sanierung der Eishalle

- FDP-Fraktion will nicht benötigte Zuschüsse für Dynamo Dresden zur Entschädigung der Eislöwen verwenden

(Dresden/20.07.2012) Nach Medienberichten der vergangenen Tage wird sich die Sanierung der Eishalle weiter verzögern. Die Eislöwen können voraussichtlich bis Ende Oktober nicht in die Halle. Diese neue Entwicklung führt bei den Dresdner Eislöwen zu einer wirtschaftlichen Schieflage, da voraussichtlich Heimspiele ausfallen bzw. verlegt werden müssen und der Jahreskartenverkauf nicht beginnen kann. Es ist ungewiss, ob die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne feste Spielstätte erhalten bleibt, oder ob es Ausnahmegenehmigungen zur Verlegung von Spielen gibt. Auf eine Anfrage der FDP in der vergangenen Stadtratssitzung nach einem Plan B hatte Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) noch gesagt: "Es gibt immer einen Plan B". Bis heute wurden weder der Verein, die Stadträte noch die Öffentlichkeit über die Planungen und Überlegungen der Stadt informiert.


Dazu erklärt Jens Genschmar, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat:

"Wieder einmal wartet die Stadtverwaltung bis der Baum lichterloh brennt und es um die nackte Existenz eines Sportvereins geht. Dieses Verhalten kennen wir leider schon von den Stadionverträgen bei Dynamo. Die aktuelle Situation der Eislöwen resultiert zu 100 Prozent aus dem Dachschaden der Eishalle. Ich frage mich, wo ist der angekündigte Plan B des Sportbürgermeisters. Wieder einmal muss ein Dresdner Profi-Verein um seine Zukunft fürchten. Die Planungsfehler und damit einhergehenden Verzögerungen der Sanierungsarbeiten haben nichts mit dem Verein zu tun, aber er ist letztendlich der Leidtragende und muss diese städtischen Fehler ausbaden.

Ich erwarte deutlich mehr Engagement der Stadtverwaltung und vor allem des zuständigen Bürgermeisters in dieser Frage. Den Löwen muss geholfen werden. Die Stadt ist an dieser Stelle nicht nur Sportförderer, sondern auch Vermieter einer nicht funktionierenden Halle. Da ist es das Mindeste, dass der Sportstättenbetrieb die Suche nach einer alternativen Spielstätte unterstützt und den finanziellen Schaden, der durch den Hallenausfall entsteht, auch entschädigt. Deshalb müsste sich der Sportstättenbetrieb an den Kosten für Verlegungen oder sogar für eine mögliche mobile Interimsspielfläche beteiligen. Denn diese Kosten entstehen allein durch Fehler der Stadt.

Das Geld dazu wäre da, denn es stehen aufgrund des Verbleibes der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga noch rund 830.000 Euro aus den Stadionverträgen zur Verfügung. Die Haushaltsplanungen für den Doppelhaushalt 2011/2012 sahen einen Zuschussbedarf für den Spielbetrieb in Liga 3 vor. Für die Spielzeit 2012/2013 stehen also anteilig noch Restmittel zur Verfügung, die vom Stadion in die Eishalle umgeleitet werden können. Beides sind städtische Sporteinrichtungen, und die Eislöwen brauchen selbst nur einen Bruchteil dieser Summe. Die Stadt ist in der Pflicht zu helfen, und mit diesem Geld kann sie es auch."

Termine
Mo 20.11.2017
Do 23.11.2017
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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