Dresden
Rückblick : Nepomukfigur

- FDP-Fraktion kritisiert Kunstkommission für politische Ablehnung einer Nepomukfigur

(Dresden/26.09.2012) Nachdem das Bistum Dresden-Meißen der Stadt eine Figur des Heiligen Nepomuk zur Errichtung an der Waldschlößchenbrücke schenken wollte, hatte die Kunstkommission dies abgelehnt. Ihre Ablehnung hat die Kunstkommission jetzt begründet. Ein wesentlicher Punkt für die Ablehnung war offenbar die frische und noch nicht abgeschlossene öffentliche Diskussion um die Waldschlößchenbrücke. Künstlerische Gründe für die Ablehnung spielen in der Begründung der Kunstkommission nur eine untergeordnete Rolle. So heißt es in der Stellungnahme: "... ist es aber unmöglich, die inhaltlichen und politischen Aspekte außen vor zu lassen." und weiter "Da die Diskussionen zur Waldschlößchenbrücke noch frisch und keineswegs abgeschlossen sind ...". Dass künstlerische Aspekte keine wirkliche Rolle gespielt haben, ist daran zu erkennen, dass das Bistum nur einen Entwurf vorgestellt hat, der auch vollständig verändert werden könnte. Die Kunstkommission hat es aber verpasst, künstlerische Anforderungen zu definieren.

Die Figur des Heiligen Nepomuk gilt im süddeutschen Raum, in Österreich und in Teilen der Tschechischen Republik, insbesondere in Böhmen, unter anderem für Brücken, Schiffer und Flößer als Schutzpatron.

Zu den Ablehnungsgründen der Kommission erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Holger Zastrow:

"Aufgabe der Kunstkommission wäre es im vorliegenden Fall gewesen, sich auf die künstlerisch-ästhetische Bewertung des vorgestellten Kunstwerkes zu beschränken. Ihre ablehnende Haltung zur Errichtung des Heiligen Nepomuk als Schutzpatron der Waldschlößchenbrücke begründet die Kommission jedoch mit formalen und politischen Aspekten. Damit überschreitet die Kommission ihre Kompetenzen und übt politische Zensur. Eine politische Wertung vorzunehmen gehört nicht zu den Aufgaben der Kunstkommission, dazu fehlt ihr schlicht die demokratische Legitimation. Die Brücke befindet sich im Bau und wird ein Teil Dresdens sein, endgültiger kann eine Brückendiskussion nicht beendet werden.

Die Brücke ist heute schon ein Anziehungspunkt für Touristen. Nach ihrer Fertigstellung wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein weiteres Wahrzeichen der Stadt werden. Die Oberbürgermeisterin sollte die grundsätzliche Entscheidung zur Errichtung einer Brückenfigur deshalb dem Stadtrat zur Abstimmung vorlegen. Derartige Entscheidungen dürfen nicht einem kleinen Kreis vorbehalten werden, sondern können und müssen durch die gewählten Vertreter der Bürger der Stadt getroffen werden."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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