Dresden
Rückblick : Elbradweg

Die Nutzerzahl am Dresdner Elberadweg nimmt immer weiter zu. Allein im letzten Jahr stieg die Zahl der Radfahrer auf über 377.000, 30.000 mehr als im Jahr 2011 und 75.000 mehr als im Jahr 2010. Gerade in den Sommermonaten Mai bis August, wenn angenehm warme Temperaturen und sonnige Tage warten, sind besonders viele Radfahrer und Fußgänger unterwegs. Radler, Fußgänger und Skater sind dann auf dem Elbradweg anzutreffen, gerade in der Ferienzeit nutzen auch viele Touristen in Dresden den Elbradweg zum Wandern. Jeder der an einem sonnigen Tag oder am Wochenende einmal auf dem Weg unterwegs war, hat dies ganz persönlich gemerkt. Es wird voll auf dem Elberadweg.

In diesen Monaten kommt es dann auch besonders häufig zu Unfällen auf dem Elbradweg. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Unfälle deutlich an. Insgesamt wurden 78 Unfälle registriert, davon nur 10 ausschließlich mit Sachschaden. Zwischen 2009 und 2011 schwankte die Zahl zwischen 48 und 56 Unfällen am Elbradweg. Damit sticht das Jahr 2012 mit trauriger Deutlichkeit hervor. Obwohl immer wieder der Ausbau des Elbradwegs gefordert und beschlossen wurde und seit 1999 sogar zwischen Augustusbrücke und Blauem Wunder ein zweiter Weg für Fußgänger angelegt werden soll, passiert diesbezüglich in der Stadtverwaltung relativ wenig. Dabei liegt es diesmal nicht am Geld, denn dieses stellen der Stadtrat und auch der Freistaat Sachsen immer wieder zur Verfügung.

Aufgrund der Messungen und der statistischen Erfassung der Unfälle auf dem Elbradweg sind sogar die Unfallschwerpunkte bekannt. FDP-Stadtrat Jens Genschmar, der sich dieses Themas seit mehreren Jahren intensiv angenommen hat, fordert von der Verwaltung auch seit Jahren vergebens, dass Warnschilder an die betreffenden Stellen aufgestellt werden. Seit Jahren sind die Unfallschwerpunkte der Stadt bekannt, so kracht es am häufigsten beispielsweise am Johannstädter Fährgarten und am Kleinzschachwitzer Ufer. An beiden bekannten Unfallschwerpunkten kommt der Ausbau des Elberadweges bzw. die Neugestaltung des Uferbereiches nicht voran. Erst im vergangenen Jahr hat der Stadtrat Planungen für den Bereich des Fähranlegers am Kleinzschachwitzer Ufers beschlossen. „Obwohl es einen klaren Stadtratsbeschluss dazu gibt, dass Bereiche des Elbradweges neu geplant und umgebaut werden, macht die Stadt hier einfach nichts. Einige Stellen sind einfach viel zu eng und viel zu unübersichtlich für die vielen tausenden von Nutzern. Ich fordere seit Jahren, dass wenigstens Warnschildern an diesen Stellen aufgestellt werden“, sagt FDP-Stadtrat Jens Genschmar.

Immerhin sollen ab Ende Juli vereinzelte Abschnitte des Elbradweges mit Hilfe von Fördermitteln der schwarz-gelben Landesregierung erneuert werden, so zwischen Körnerweg und Blauem Wunder, zwischen der Eisenbahnbrücke Niederwartha und der Stadtgrenze und unter der Carolabrücke auf der Altstädter Seite. Auch der Radweg zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke auf der Neustädter Seite soll nach dem Ende der Filmnächte erneuert werden. Auf den zweiten parallelen Weg am Johannstädter Fährgarten wird man dagegen weiterhin warten müssen, obwohl die fertigen Pläne für den Ausbau dieser Gefahrenstelle seit Jahren in der Schublade liegen. Dafür verantwortlich sind erneute umfangreiche Prüfungen aufgrund von Einwänden von Umweltverbänden. „Ich werde mich weiter für den Ausbau des Elberadweges und die Kennzeichnung von Gefahrenstellen einsetzen, die Blockadepolitik einzelner Interessenvertreter geht hier wieder einmal zu Lasten der Allgemeinheit und führt zu immer mehr Unfällen. Das ist absolut inakzeptabel.“, sagt Genschmar.
 

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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