Dresden
Rückblick : Dresden-Werbung und Tourismus GmbH

Im Zusammenhang mit den aktuell beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen der Dresden-Werbung und Tourismus GmbH (DWT) gibt es Rücktrittsforderungen von Seiten der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Linke, der Grünen und des CDU-Kreisvorsitzenden, Lars Rohwer.

Die Rücktrittsforderungen gegenüber Bürgermeister Hilbert sind unanständig, realitäts-fern und sollen von der eigenen Verantwortung ablenken. Insbesondere die Herren Schollbach (Die Linke) und Rohwer (CDU) sollten sich zunächst einmal vertrauensvoll an ihre eigenen Mitglieder im Aufsichtsrat der DWT wenden, um sich dort aus erster Hand über die wirtschaftliche Entwicklung der DWT in den letzten Jahren zu informieren. Sollte das nicht reichen, könnten sie gemeinsam mit den Herren Dr. Lames (SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat) und Kühn (Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grü-nen im Stadtrat) gern auch die alljährlich vom Stadtrat beschlossenen Beteiligungsbe-richte zur Hand nehmen und studieren. Diese Berichte informieren ausführlich über die wirtschaftliche Lage aller städtischen Unternehmen.

Es war Bürgermeister Hilbert, der seit Jahren eine bessere finanzielle Ausstattung der DWT gefordert hatte und damit im Stadtrat regelmäßig auf „taube Ohren“ stieß. Jede Umstrukturierung eines Unternehmens kostet Geld und, je später sie erfolgt, unter Um-ständen auch Arbeitsplätze. Man kann Bürgermeister Hilbert weder die vom Stadtrat im Gesellschaftervertrag festgelegten Geschäftsfelder noch Untätigkeit vorwerfen.
Fakt ist, dass Herr Hilbert die sich abzeichnenden Probleme bereits frühzeitig thematisiert und auf eine Lösung gedrängt hat. Fakt ist auch, dass in jedem Unternehmen die Ge-schäftsführung und nicht der Aufsichtsrat für das operative Geschäft verantwortlich ist. Letzterer kann allenfalls bei ungesunden Entwicklungen regulierend eingreifen. Genau dies ist jetzt erfolgt und zwar offenbar noch rechtzeitig genug, um eine Insolvenz zu ver-hindern.

Dass es jedoch überhaupt soweit kommen musste, kann man Bürgermeister Hilbert nicht anlasten. So wie man seit der Erfindung des Autos, mit Pferdekutschen keine Geschäfte mehr machen kann; so ist es in Zeiten hochspezialisierter Internetportale für preiswerte Unterkünfte weltweit eben nicht möglich, Hotelreservierungen noch mit großem Personal-stamm an Schalter und Telefon zu verkaufen. Und dies erst recht nicht, wenn, wie in Dresden, ein Hotel nach dem anderen aus dem Boden schießt. Man erinnere sich hier schon einmal vorsorglich, wenn der „Katzenjammer“ in einigen Jahren losgehen wird, es waren die FDP und Herr Hilbert, die den Stadtrat auf diese ungesunde Entwicklung hin-gewiesen haben und keine Beachtung fanden.

Die jüngste Entwicklung stellt lediglich eine Anpassung an das veränderte Kaufverhalten der Kunden dar. Dies ist bitter für die betroffenen Angestellten der DWT; es hätte sich aber im Ergebnis nichts daran geändert, wenn die Stadt bereits vor einem Jahr die „Reiß-leine“ gezogen hätte. Nur hätte dann jeder argumentiert, man müsse noch ein wenig warten, ob es nicht doch von alleine wieder besser werde. Und man stelle sich nur einmal vor, Bürgermeister Hilbert hätte bereits vor einem Jahr reklamiert, dass die DWT entwe-der Personal abbauen oder ganze Teile betriebswirtschaftlich nicht mehr haltbarer Ge-schäftsfelder veräußern müsse.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Kritik der Wahlverlierer zur Dresdner OB-Wahl offensichtlich nur von eigener kommunalpolitischer Inkompetenz und dem Frust über eine „verkorkste“ Wahl ablenken soll. Es muss demütigend für die große Volkspartei SPD gewesen sein, wenn man nur mit wenigen Zehnteln Vorsprung gegenüber der FDP noch drittstärkste Kraft geworden ist. Ganz zu schweigen von der „Brückenschlappe“ der Grünen und dem enttäuschenden Abschneiden des Kandidaten der Linken, der trotz Ma-terialschlacht auf Dresdens Straßen das bürgerlich-konservative Dresden nicht beeindru-cken konnte. All das kann aber keine Entschuldigung für einen unsachlichen Umgang mit der Situation und die durch nichts gerechtfertigten Vorwürfe gegenüber Herrn Hilbert sein.


 

Termine
Do 23.11.2017
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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