Dresden
Rückblick : Besichtigung Lahmann-Sanatorium
Neuer Besucherrekord bei Veranstaltungsreihe der FDP-Stadtratsfraktion
Lahmann-Sanatorium

Mit Beginn dieser Wahlperiode hat die FDP-Stadtratsfraktion wieder eine eigene Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, bei der wir Dresdnerinnen und Dresdnern, aber auch zahlreichen Interessenten aus dem Umland einen nichtalltäglichen „Blick hinter die Kulissen“ unserer Stadt und ihrer Geschichte ermöglichen.
Das Spektrum dabei ist vielfältig. Ob Offizierschule des Heeres, Synagoge, Stadtarchiv, Kulturpalast, Friedhofs- oder Stadtteilführungen mit Christoph Pötzsch oder technische „Leckerbissen“ wie die Schiffswerft in Laubegast, das Heizkraftwerk Nossener Brücke oder das Kaditzer Klärwerk, stets ist die Zahl der Teilnehmer groß.

Bei der am Dienstag, dem 14. Oktober 2008 im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe durchgeführten Besichtigung des Lahmann-Sanatorium am Weißen Hirsch wurde nunmehr ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Trotz widriger Witterungsverhältnisse fanden sich fast 100 Teilnehmer am vereinbarten Treffpunkt ein und nutzten die seltene Gelegenheit, das Lahmann Sanatorium unter fachkundiger Leitung des ehemaligen Loschwitzer Ortsamtsleiters, Herrn Peter Rauch, und des Architekten Horst Strangmann zu besichtigen.

Das Lahmann Sanatorium am Weißen Hirsch verhalf dem noblen Dresdner Stadtteil noch vor seiner Zwangseingemeindung nach Dresden im Jahre 1921 zu dessen Bedeutung als Luftkurort von internationalem Rang und Namen. Seine exponierte Lage und sein hervorragender Ruf führten in der Folge jedoch letztlich auch dazu, dass das Sanatorium alle Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte durchlebt hat.
Im Jahr 1887 von Heinrich Lahmann gegründet, entwickelte sich „Dr. Lahmanns psychiatrisches Sanatorium Weißer Hirsch“ bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs und dessen Nutzung als Lazarett zu einem wirtschaftlich florierendem und anerkannten internationalen Kurbetrieb. Nach schwierigem Neuanfang in den 1920iger Jahren wurde aus dem Sanatorium 1939 wiederum ein Kriegslazarett und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu deren Abzug schließlich ein Militärkrankenhaus der Sowjetarmee.

Seit diesem Zeitpunkt liegt das Gelände als ungenutzte Brache in einem der schönsten Stadtteile Dresdens und verfällt zusehends. Zwar erwarb die Münchener Augustinum Wohnstifte gGmbH das ehemalige Lahmann-Sanatorium bereits 1996 vom Freistaat Sachsen, um hier eine exklusive Seniorenwohnanlage zu errichten, konnte dieses interessante Vorhaben jedoch nie umsetzen.

Um Anreize für eine Vermarktung und neue Impulse für die Sanierung und künftige Nutzung des traditionsreichen Areals zu erhalten, veranstaltete die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Eigentümerin im Jahr 2005 schließlich einen Workshop, an dem sich sieben Architekturbüros beteiligten. Der Mehrzahl der Teilnehmerarbeiten lag ein Nutzungskonzept im sozialen Bereich zugrunde, das ein starken historischen Bezug zu Lahmanns ursprünglichen Ideen hatte; in der Regel waren hier Nutzungen für Wohnen, Gesundheit und Wellness vorgesehen.

Als Fazit des Workshops ergab sich seinerzeit die berechtigte Hoffnung auf eine „dringend gebotene Sanierung und Revitalisierung des Areals“ im Rahmen der Umsetzung eines der vorgeschlagenen Nutzungskonzepte. Auch drei Jahre später ist die Situation jedoch immer noch völlig unverändert.

Trotz mehrfacher Verkaufsgerüchte in den Medien, liegt das Lahmann-Sanatorium bis heute im „Dornröschenschlaf“ und wartet auf einen finanzkräftigen Investor. Jüngste Zeitungsmeldungen in der Dresdner Tagespresse geben nunmehr erneut Anlass zur Hoffnung. Es wäre wünschenswert, dass diese Perle im Dresdner Norden endlich wieder eine sinnvolle Nutzung erfährt, bevor Natur und Witterung die letzten Reste des denkmalgeschützten Areals unwiederbringlich zerstören.

Initiator der Veranstaltungsreihe ist der Dresdner Stadtrat und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow. Holger Zastrow, der zudem Landesvorsitzender der Sächsischen FDP und Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag ist, verspricht auch im nächsten Jahr wieder viele interessante Veranstaltungen.
Potentiellen Interessenten wird empfohlen, sich entweder regelmäßig auf der Website der FDP-Stadtratsfraktion unter www.fdp-fraktion-dresden.de über neue Veranstaltungen zu informieren oder sich bei der Fraktion vorsorglich als Interessent für den Einladungsverteiler registrieren zu lassen.
 

Termine
Do 14.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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