Dresden
Rückblick :

Straßenbahnlinie nach Schönfeld-Weißig - FDP-Antrag am Donnerstag im Stadtrat
Mücke: „Es fehlt eine Straßenbahnlinie ins Hochland!“

(Dresden/10.12.2008) 1995 entstand im Auftrag der Stadt Dresden ein Gutachten zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 bis Schönfeld-Weißig. Aufgrund des ermittelten „Kosten-Nutzen-Faktors“ kam man jedoch zu dem Ergebnis, dass ein solches Vorhaben „nicht förderungswürdig“ sei.
Die bei der Eingemeindung Schönfeld-Weißigs erstellte Verkehrsentwicklungskonzeption empfahl jedoch eine Neubewertung dieser Trassierung unter realistischeren Rahmenbedingungen. Insbesondere sollten dann die Einrichtung eines Park+Ride Platzes in Weißig, Fahrzeitverluste bei Bussen durch verkehrsbedingte Staus, Zusatzinvestitionen durch separate Busspuren und eine realistischere Quelle–Ziel–Relation der Fahrgäste berücksichtigt werden. Im ersten Gutachten war seinerzeit lediglich die Relation „Schönfeld-Weißig – Dresden-Bühlau“ betrachtet worden. Laut o. g. Verkehrsentwicklungskonzeption von 1997 sei es jedoch „kaum anzunehmen, dass Fahrgäste aus Weißig nach Bühlau mit der Bahn fahren, um dort mit dem Kfz in die City zu fahren“. Im Eingemeindungsvertrag mit Schönfeld-Weißig hatte sich die Landeshauptstadt Dresden schließlich verpflichtet, „zur Realisierung einer Straßenbahntrasse bis zum OT Weißig aufgrund veränderter Randbedingungen eine neue Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine Verkehrsstudie zu erstellen“.

„Die Bewohner des Schönfelder Hochlandes leben seit ihrer Eingemeindung in einer Stadt mit über einer halben Million Einwohner und trotzdem verkehren am Wochenende und nachts kaum öffentliche Verkehrsmittel. Soweit Teile der Ortschaft überhaupt an den Dresdner ÖPNV angebunden sind, gibt es Taktzeiten, die eine Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unattraktiv machen. Diese Zustände sind unerträglich; da ist man ja zu Fuß fasst noch schneller in der Dresdner Innenstadt! Dass sich die Hochländer von der Stadt benachteiligt fühlen, ist nur zu verständlich. Was fehlt, ist eine Straßenbahnlinie die die Innenstadt mit dem Hochland verbindet! Die DVB AG wird schließlich auch mit Steuergeldern der Bewohner des Schönfelder Hochlandes subventioniert.

Wir fordern mit unserem Antrag zunächst einmal, dass die Stadt endlich ihren Verpflichtungen aus dem Eingemeindungsvertrag nachkommt und eine neue Kosten-Nutzen-Analyse für eine mögliche Verlängerung der Bahnlinie vorlegt. Aber dieses Mal bitte mit realistischen Randbedingungen. Sollte sich die Linie rechnen, müssen wir ernsthaft darüber nachdenken.

Es ist schlimm genug, dass wir die Stadt an ihre vertraglichen Verpflichtungen erinnern müssen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die eingemeindeten Ortschaften für Dresden nur das „fünfte Rad am Wagen“ sind.“

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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