Dresden
Rückblick : Verkehr
Geheimplan der Stadt zum zweispurigen Ausbau der Stauffenbergallee

Zastrow: “Dresden ist nicht Schilda! - Diese Pläne sind verkehrspolitischer Unfug und dürfen nie Realität werden.“

(Dresden/09.01.2009) Die Stauffenbergallee ist aufgrund ihrer Lage und ihres Ausbaustandards ein wichtiger Zubringer für die BAB 4 mit hohem Schwerlastanteil. Sie sichert eine leistungsfähige Anbindung der Neustadt, des Dresdner Nordostens und des angrenzenden Umlandes an das Fernstraßennetz. Mit Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke wird sie darüber hinaus eine wichtige Zubringerfunktion für diesen Verkehrszug übernehmen und die dicht besiedelten östlich und südöstlich gelegenen, linkselbischen Stadteile an den Dresdner Norden und Westen anbinden. Laut Verkehrsprognose 2015 werden sich die Verkehrsbelegungszahlen damit deutlich erhöhen. Aufgrund ihres extrem schlechten Straßenzustandes wird im Abschnitt Königsbrücker Straße - Radeburger Straße in den kommenden Jahren eine Sanierung unumgänglich. Im Zuge dessen war bisher stets ein vierspuriger Ausbau vorgesehen, der der Bedeutung und Funktion der Stauffenbergallee im Hauptverkehrsnetz der Stadt Rechnung trägt und aufgrund der ohnehin vorhanden Breite der Straße problemlos umsetzbar wäre. Wie erst jetzt auf Anfrage der FDP bekannt wurde , sehen neueste Planungen der Stadt nunmehr jedoch eine drastische Reduzierung des Fahrbahnquerschnitts und den zweispurigen Ausbau vor. Die FDP hat deshalb einen Antrag eingebracht, der diese Pläne sofort stoppen soll und einen Grundsatzbeschluss zum vierspurigen Ausbau beinhaltet.

Dazu erklärt der Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow:
„Die Abkehr von den ursprünglichen Planungen zum vierspurigen Ausbau wurden dem Stadtrat bisher weder zur Kenntnis gegeben noch sind sie von ihm autorisiert worden. Es wäre „verkehrspolitischer Unfug“, die wichtigste Verbindungsstraße zwischen Waldschlößchenbrücke und Autobahn zugunsten überbreiter Fuß- und Radwege zum künstlichen Nadelöhr auszubauen. Dresden ist nicht Schilda! Die FDP wird derartigen Plänen nie zustimmen.

Mit unserem Antrag wollen wir einen Grundsatzbeschluss des Stadtrates zum vierspurigen Ausbau erreichen. Die Hauptabteilung Mobilität muss ihre eigenmächtigen Planspiele sofort stoppen und die in der Stadtverwaltung ohnehin bereits vorliegende verkehrsplanerische Studie zum vierspurigen Ausbau der Stauffenbergallee aus den Jahren 1996 – 1998 wieder als Grundlage für die weiteren Planungen nehmen.“

Thomas Felsner
Fraktionsgeschäftsführer
Landeshauptstadt Dresden
FDP-Fraktion im Stadtrat

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Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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