Dresden
Rückblick : Verkehr

Zastrow: „Eine Entscheidung gegen unseren Antrag zum vierspurigen Ausbau würde zu einer spürbaren Verschlechterung der Lebensqualität der Bewohner des Hechtviertels führen.“

(Dresden/28. April 2009) Der Stadtrat wird am Donnerstag über den FDP-Antrag zum vierspurigen Ausbau der Stauffenbergallee im Abschnitt zwischen Radeburger und Königsbrücker Straße entscheiden.

Dazu erklärt der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow:

„Eine Entscheidung gegen unseren Antrag zum vierspurigen Ausbau hätte eine spürbare Verschlechterung der Lebensqualität der Bewohner des Hechtviertels und benachbarter Wohngebiete der Äußeren Neustadt zur Folge. Es ist ein längst widerlegter grüner Irrglaube, dass sich Verkehr durch künstliche Schikanen reduzieren lässt. Wer Schleichverkehr aus Wohngebieten und Nebenstraßen heraushalten will, muss ein leistungsfähiges Hauptstraßennetz aufbauen.

Die Behauptung, dass die künftige Verkehrsbelegung der Stauffenbergallee keinen vierspurigen Ausbau rechtfertigen würde und damit sogar der Anspruch auf Fördermittel in Frage gestellt sei, ist nicht nachvollziehbar. Die Kapazitätsgrenze für den zweispurigen Ausbau beginnt bei 20.000 Fahrzeugen pro Tag. Die Belegungszahlen werden nach Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke zwischen 23.300 und 30.700 Fahrzeugen liegen und damit in allen Teilabschnitten einen vierspurigen Ausbau der Stauffenbergallee rechtfertigen. Wer heute vorgibt, er könne die Verkehrsbelegung für das Jahr 2020 mit exakt 19.000 Fahrzeugen und damit 1000 unter der Kapazitätsgrenze einer zweispurigen Straße vorhersagen, argumentiert unsachlich.

Man kann sich ohnehin des Eindrucks nicht erwehren, dass die vierspurige Variante mit Absicht teuer gerechnet und schlecht geredet werden soll. Der überwiegende Teil der Stauffenbergallee würde einen vierspurigen Ausbau problemlos zulassen. Lediglich zwischen Hammerweg und Radeburger Straße müsste ein nennenswerter Grundstücksankauf erfolgen. Die Kosten dafür liegen bei lediglich 52.000 EUR; wobei Teile dieser Flächen wiederum städtischen Unternehmen und dem Freistaat gehören. Der Ausgleich für Umwelteingriffe wurde von der Stadt am 6. April mit 285.000 EUR beziffert und liegt damit deutlich unter dem im Ausschuss präsentierten Betrag von 445.000 EUR.

Für den Knotenpunkt Stauffenbergallee/Radeburger Straße wurden in Spitzenzeiten lediglich 10 Radfahrer gezählt; zu Fußgängern existieren überhaupt keine Erhebungen. Diese zehn Radfahrer können nicht ernsthaft eine Reduzierung von bislang geplanten vier auf nunmehr zwei Fahrspuren zu Gunsten von Radwegen rechtfertigen.

Dresdens Bevölkerung wächst und auch die Wirtschaftskraft nimmt stetig zu. Nach Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke wird die Stauffenbergallee eine wichtige Zubringerfunktion für diesen Verkehrszug übernehmen und die dicht besiedelten östlich und südöstlich gelegenen, linkselbischen Stadteile an den Dresdner Norden und Westen anbinden. Eine Entscheidung für den vierspurigen Ausbau ist eine Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt.“

Termine
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Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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