Dresden
Rückblick : Ortschaften

Zastrow: “Die jüngste Debatte um die Neuorganisation des Busliniennetzes der Stadt zeigt, wie wenig unsere Ortschaften bisher Beachtung finden.“

(Dresden/29.04.2009) Die Eingemeindungen der 1990iger Jahre liegen über zehn Jahre zurück. Trotzdem sind die Ortschaften hinsichtlich vieler Aspekte, die Lebensqualität und Alltag der Menschen unmittelbar betreffen, bis heute immer noch nicht gleichberechtigte Teile Dresdens. Es gibt abweichende Vorwahlnummern und Postleitzahlen, andere Gas- und Stromversorger, die Ortschaften zahlen höhere Grundsteuern und zum Problem mehrfach vergebener Straßennamen wurde seitens der Stadt nicht einmal ansatzweise der Versuch einer Lösung unternommen. Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat nunmehr über einen FDP-Antrag, der eine Lösung für diese Themen zum Ziel hat.

Dazu erklärt der Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow:

„Ziel unseres Antrages ist es, Stadtverwaltung und Rat für Probleme der Ortschaften zu sensibilisieren. Die jüngste Debatte um die Neuorganisation des Busliniennetzes der Stadt zeigt , wie wenig unsere Ortschaften bisher Beachtung finden. Es kann doch nicht sein, dass in den Ortschaften höhere Grundsteuern als in der Stadt gezahlt werden, diese jedoch im Gegenzug bei den durch Steuern subventionierten Leistungen der Stadt außen vor bleiben. Genauso wenig ist zu akzeptieren, dass es den Ortschaften bisher ausdrücklich verwehrt ist, die DREWAG als Strom- und Gasversorger zu wählen.
Eingemeindungen sind kein Provisorium, sondern Entscheidungen für die Zukunft einer Region. Nach zehn Jahren muss Dresden endlich die Weichen stellen, damit die Ortschaften auch äußerlich erkennbar ein Teil unserer Stadt werden.

Dazu gehört, dass es einheitliche Postleitzahlen und eine gemeinsame Telefonvorwahl gibt und die lange Liste doppelt oder mehrfach vergebener Straßennamen abgebaut wird. Infolge der Eingemeindungen gibt es in Dresden zurzeit 99 Straßen deren Namen doppelt, 15, deren Namen dreifach und vier, deren Namen sogar viermal vergeben sind. Uns ist besonders wichtig, dass Straßenumbenennungen nur im partnerschaftlichen Konsens aller Beteiligten erfolgen dürfen. Privilegien wird es nicht geben.
Für das ehemalige Dresdner Stadtgebiet ließe sich dadurch beispielsweise die umfangreiche „Wunschliste“ für zu vergebende Straßennamen endlich reduzieren. Auch in den Ortschaften könnten freiwerdende Straßennamen genutzt werden, um örtliche Ereignisse oder herausragende Persönlichkeiten zu ehren.

Unverständlich ist, dass Leipzig all diese Probleme schon vor Jahren gelöst hat, während in Dresden damit noch nicht einmal begonnen wurde.“

Termine
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Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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