Dresden
Rückblick :
Aberkennung des Dresdner Welterbetitels durch die UNESCO

Mücke: „Dresden bleibt Welterbe der Herzen“

(Dresden/25.06.2009) Zur Aberkennung des Dresdner Welterbetitels durch das UNESCO-Welterbekomitee erklärt der FDP- Fraktionsvorsitzende Jan MÜCKE:

„Das unfaire Verfahren gegen Dresden zeigt, dass die Strukturen der UNESCO für die langfristig angelegte Aufgabe, das Kulturerbe zu bewahren, offensichtlich ungeeignet sind. Damit hat die UNESCO versagt.

Der UNESCO waren die Pläne für die Waldschlößchenbrücke von Anfang an genau bekannt. Im Gutachten des internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS), das im Zuge der Titelverleihung im Auftrag der UNESCO erstellt wurde, stand gar der Satz: „Sie (Anm. die Brücke) ist schlank ausgebildet und liegt tief, um die massive Wirkung in der Landschaft zu reduzieren.“ Darauf musste sich die Stadt Dresden verlassen können.

Inzwischen bezeugt der Direktor des Welterbezentrums, Francesco Bandarin, das glatte Gegenteil: „Die geplante Brücke ist besonders dick und massiv.“ Bandarin standen auch schon bei der Titelverleihung nachweislich genau dieselben Informationen zur Evaluierung zur Verfügung wie ICOMOS, denn die verwendeten Unterlagen bezog ICOMOS vom Welterbezentrum in Paris.

Die Aberkennung des Titels ist sehr schade, doch die Stadt Dresden hat sie in keiner Weise zu verantworten. Den Bürgerentscheid konnte sie nicht ignorieren. Damit hätte Dresden nicht nur die direkte Demokratie mit Füßen getreten, sondern auch gegen geltendes Recht verstoßen. Bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht haben verschiedene Kammern immer wieder festgestellt, dass der Bürgerentscheid zu respektieren ist.

Wer jahrelang für die Erhaltung des Weltkulturerbes für Dresden kämpfte, fühlt sich heute vor den Kopf gestoßen. Die Brückengegner, die den Verlust jetzt bejammern, haben durch ihre Argumentation maßgeblich dazu beigetragen.“ 

Termine
Do 14.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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