Dresden
Rückblick : Niedersedlitz

Genschmar: „Wir fordern eine sofortige Lösung für die Betroffenen - dies schließt Entschädigungsleistungen selbstverständlich mit ein.“

(Dresden/14.10.2009) Seit April 2008 wird der Verkehrszug Heidenauer Straße/Prof.-Billroth-Straße/Lugaer Straße im Abschnitt zwischen Lungkwitzer Straße und Narzissenweg erneuert. Der grundhafte Ausbau war unter anderem wegen starker Fahrbahnschäden und schlechter Gehwege, einer schadhaften Straßen- entwässerung sowie verschlissener Straßenbeleuchtungsanlagen erforderlich geworden. Hauptgrund ist jedoch die geplante Nutzung des Verkehrszuges als Umleitungsstrecke während des Ausbaus der Dohnaer Straße (B 172).

Die Arbeiten sollten ursprünglich bereits im August abgeschlossen sein. Aufgrund von Verzögerungen ist ein Ende jedoch nicht vor November dieses Jahres zu erwarten. Die unangekündigte Vollsperrung der Straße in den letzten Tagen hatte dazu geführt, dass ein ortsansässiger Getränkehändler nicht mehr angefahren werden kann und wegen der dadurch verursachten Umsatzeinbußen in seiner wirtschaftlichen Existenz akut gefährdet ist. Der verantwortliche Straßenbauamtschef hatte dazu in der Dresdner Tagespresse lapidar erklärt, dass die Anwohner informiert gewesen seien und Gewerbetreibende eine solche Sperrung akzeptieren müssten.

Dazu erklärt FDP-Stadtrat und Prohliser Ortsbeiratsmitglied Jens Genschmar:

„Ich bin mit den Anwohnern seit Jahren in Kontakt; über die Vollsperrung wurde niemand informiert und die Verkehrsorganisation ist katastrophal.

Noch bedenklicher sind jedoch die Äußerungen des Straßenbauamtchefs. Sie sind ein Beleg dafür, wie weit sich die Stadtverwaltung offenbar schon von den alltäglichen Sorgen und Nöten der Menschen mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg entfernt hat. Es wäre absolut empfehlenswert, wenn man jeden städtischen Angestellten verpflichten würde, während seiner Verwaltungslaufbahn mindestens für einen Monat einmal ein „Dienstleistungspraktikum“ bei einem kleinen Getränkehändler, Bäcker, Fleischer, Handwerker, Gewerbetreibenden oder einem mittelständischem Unternehmen zu absolvieren, um das Leben der Menschen kennenzulernen, die täglich um ihre wirtschaftliche Existenz und die ihrer Mitarbeiter kämpfen müssen.
Von der Stadtverwaltung fordere ich eine sofortige Lösung für die Betroffenen, dies schließt neben einer anderen Verkehrsorganisation selbstverständlich auch Entschädigungsleistungen mit ein. Darüber hinaus muss die Beschlusslage zur Brücke über die Lockwitz erfüllt werden. Die Brücke ist im Zuge des geplanten Neubaus dauerhaft wieder für den Fahrzeugverkehr nutzbar zu machen.“

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

Aktuelle Informationen der FDP/FB-Fraktion finden Sie bei Facebook!

hier

2009 - 2014 Die Bilanz der FDP-Fraktion im Stadtrat

Die Bilanz zum Download Bilanz