Dresden
Rückblick : Verkehr

Zastrow: „Ein Baubeginn erst Mitte 2011 und Verkehrseinschränkungen, ohne dass an der Brücke gebaut wird, sind durch die Verwaltung organisiertes Verkehrschaos und völlig inakzeptabel!“

(Dresden/19. November 2009) Der schlechte Bauwerkszustand der Albertbrücke war spätestens seit einer grundlegenden Untersuchung der Bausubstanz im Jahr 2006 bekannt und es stand seitdem fest, „dass nur mit durchgreifenden Sanierungsmaßnahmen der Bestand und die ungeminderte Tragfähigkeit des Bauwerkes erhalten werden kann“. Darüber hinaus hatte man „unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes“ sowie der „Fragen des Verkehrsrechts“ mit dem Fördermittelgeber bereits im August 2007 Einigkeit zur beidseitigen Verbreiterung der Brücke um je 1,80 m erzielt. Bis zur Beschlussfassung im Stadtrat verging dann jedoch fast ein weiteres Jahr. Dieser erneute Zeitverzug dürfte zum wiederholten Mal einem langwierigen verwaltungsinternen Streit mit der Hauptabteilung Mobilität geschuldet sein, die seinerzeit mindestens 2 m breite separate Geh- und Radwege auf jeder Seite gefordert hatte. Dies hätte in der Folge zu einer aus denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigungs- und förderfähigen Verbreiterung von beiderseits mindestens 2,65 m, bei Berücksichtigung von Maximalforderungen sogar 3,25 m geführt.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow:

„Die FDP fordert, die Sanierung der Albertbrücke vorzuziehen. Es ist völlig inakzeptabel, dass die Sanierung der Brücke erst Mitte 2011 beginnen soll, die Bürger aber schon jetzt erhebliche Verkehrseinschränkungen in Kauf nehmen müssen.  Anderthalb Jahre durch falsches Verwaltungshandeln verursachtes Verkehrschaos an einer der wichtigsten Elbquerungen ohne dass an der Brücke auch nur ein Handschlag getan wird, ist eine Provokation der Bürger und aller Verkehrsteilnehmer. Das kann die Stadtverwaltung unmöglich ernst meinen.

Die jetzt vorgesehenen langfristigen Verkehrseinschränkungen auf der Albertbrücke werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu äußerst problematischen Verkehrsverhältnissen in der Dresdner Innenstadt führen. Zum wiederholten Male müssen die Dresdnerinnen und Dresdner damit interne Querelen und zögerliches Handeln der Verwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Feßenmayer ausbaden. Mir ist völlig unverständlich, warum man die Planungen zur Sanierung nicht mit dem nötigen Nachdruck und nach den eindeutigen Vorgaben der Landesdirektion betrieben hat, wenn der Sanierungsbedarf seit 2006 bekannt war! Die an Bautzner Straße, Hoyerswerdaer Straße, Weintraubenstraße, Wigardstraße und Glacisstraße sowie rund um den Sachsenplatz zu erwartenden Staus hat die Verwaltung ohne Not selbst organisiert.

Sowohl innerhalb der Verwaltung als auch im Stadtrat müssen diejenigen, die permanent versuchen, den Individualverkehr aus ideologischen Gründen auszubremsen, endlich zur Kenntnis nehmen, dass Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung von Arbeitsplätzen untrennbar mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur verbunden sind.“

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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