Dresden
Rückblick : Neumarkt

Die Dresdner lieben ihren Neumarkt. Sie freuen sich über das wieder entstandene barocke Dresdner Stadtbild, das ihnen einen Ort zurückgibt, den sie für immer verloren glaubten - einen Ort, der ihr Heimatgefühl weckt und mit dem sie sich verbunden fühlen.

Lange tobte der Streit – und er ist keineswegs beendet - ob der Neumarkt historisch oder modern wieder aufgebaut werden sollte. Am Ende war es der starke Wunsch großer Teile der Dresdner Bevölkerung, der den Ausschlag gab für die historische Wiederherstellung des symbolträchtigen Platzes. Die Faszination, die der Neumarkt auf Dresdner und zahlreiche Touristen ausübt, rührt gerade daher, dass sich die Besucher ein Bild davon machen können, wie sich Zweckarchitektur einst mit Handwerk und Kunst verband. Eine moderne Bebauung hätte das niemals geleistet und wäre ein großer kultureller Verlust.

Von Beginn an hat sich die FDP-Fraktion stets für den historischen Wiederaufbau des Neumarktes eingesetzt. So ist es auch ihr zu verdanken, dass die Pläne für ein modernes Gewandhaus gestoppt wurden. Die Fraktion hat immer vertreten, dass es legitim und erlaubt sein muss, sich ein Bild vom Verlorenen zurück zu holen. Und sie hat sich immer dagegen gewehrt, wenn der Sachverstand der Fachwelt über die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung gestellt werden sollte. Die Fraktion wird auch in Zukunft alles daran setzen, dass es beim historischen Wiederaufbau bleibt!

Im Moment macht der Neumarkt aber auch Sorgen. Zum einen wird er seiner Bedeutung als Hauptanlaufpunkt für die Einwohner und Gäste der Stadt nicht in vollem Umfang gerecht. Es fehlen geeignete Sitzmöglichkeiten und schattige Verweilplätze, um sich von einem Stadtbummel zu erholen und am prominenten Platz länger aufhalten zu können. Die Verweilqualität des Neumarktes und das Angebot nichtkommerzieller Sitz- und Verweilmöglichkeiten muss zügig verbessert werden.

Die FDP-Fraktion hat deshalb gemeinsam mit der CDU-Fraktion einen Antrag zur Gestaltung des Quartiers VI (Gewandhaus) in den Geschäftsgang eingebracht. Ziel dieses Antrages ist es, den historischen Wiederaufbau des Neumarktes sicherzustellen, indem das Quartier VI mit Stadtgrün und einer Stadtmöblierung mit Bänken und Sitzgruppen gestaltet wird. (den Antrag finden Sie hier: http://www.fdp-fraktion-dresden.de/initiativen-489.html).

Die FDP-Fraktion setzt mit diesem Antrag konsequent die Arbeit aus den vergangenen Legislaturperioden fort und damit Punkte aus dem letzten Kommunalwahlprogramm um. In der vergangenen Wahlperiode hat die Fraktion bereits gegen eine Bebauung und für die Einbeziehung dieses Areals in die Platzgestaltung des Neumarktes gekämpft. (siehe http://www.fdp-fraktion-dresden.de/initiativen-392.html). Damit ist die FDP-Fraktion die einzige, die von Anfang an immer für den historischen Wiederaufbau gekämpft hat und sehr frühzeitig gegen jede moderne Bebauung an dieser sensiblen Stelle Position bezogen hat.

Dieser Antrag ist auch eine konstruktive Kritik an Stadtplanungsamt und Gestaltungskommission - wir haben kein Verständnis dafür, dass man Bänke und Sitzgruppen überhaupt erst anmahnen muss. Schließlich ist der Platz kein Selbstzweck, er lebt erst durch seine Besucher, und für deren Bedürfnisse ist in erster Linie zu sorgen.

Zum anderen ist der Neumarkt immer noch eine Baustelle. Bauinvestitionen wurden eingestellt oder verzögern sich. Der neuerliche Vorstoß von FDP und CDU soll auch an dieser Stelle für Klarheit sorgen. Investoren für Nachbargrundstücke stehen bereit und brauchen nun die Sicherheit, ob die Gebäude zur Neumarktseite eine historische Fassade oder eine Brandwand brauchen. Alle Investoren benötigen eine langfristige Sicherheit, damit der historische Wiederaufbau zügig weiter gehen kann. Denn die Stadt kann es sich nicht leisten, Investoren zu verärgern. Sie kann es sich erst recht nicht leisten, den so gut begonnen historischen Wiederaufbau des Neumarktes zu verspielen.

 

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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