Dresden
Rückblick : Dynamo

- Stadionverträge vor dem 01.03.2010 nicht mehr zu ändern – Dynamo droht Lizenzverlust

(Dresden/16.02.2010) Seit dem vergangenen Jahr verhandelt die Landeshauptstadt mit der SG Dynamo Dresden und der Stadionbetreibergesellschaft über die Betriebskosten für das Stadion am Lennéplatz. Am vergangenen Freitag hat die SG Dynamo Dresden auf einer Pressekonferenz die eigene wirtschaftliche Situation anhand von Vergleichszahlen des Deutschen Fußball Bundes (DFB) für die 3. Liga vorgestellt und auf die Bedeutung der Verhandlungen für den Lizenzantrag für die Spielzeit 2010/2011 hingewiesen. Dieser Antrag muss bis 1. März 2010 eingereicht werden. Auf der Ältestenratssitzung am Montag wurde jedoch keine Vorlage zu den Verhandlungen auf die Tagesordnung für die Stadtratssitzung am 25. Februar 2010 gesetzt.

Dazu erklärt Jens Genschmar, Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

„Am 01. März muss Dynamo die Lizenzunterlagen beim DFB einreichen. Bis dahin haben wir nur noch eine Stadtratssitzung, um eingreifen zu können. Wie sich heute herausgestellt hat gibt es noch gar keine Vorlage der Stadtverwaltung die überhaupt besprochen werden könnte. Trotz monatelanger Verhandlungen zwischen Stadt, Verein und Betreiber hat die Stadtverwaltung offensichtlich mit voller Absicht keine Vorlage erstellt. Damit gibt es keine reguläre Möglichkeit mehr um das Thema auf der Stadtratssitzung am 25.02.2010 zu behandeln und den Termin 01.03.2010 zu halten.

Bereits in meiner mündlichen Anfrage in der Stadtratssitzung im Dezember habe ich nach dem Stand der Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Verein gefragt und auf den Stichtag am 01. März 2010 hingewiesen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum bis heute noch keine Vorlage im Geschäftsgang ist. Offensichtlich will Bürgermeister Vorjohann mit seiner Verzögerungstaktik Tatsachen schaffen und den Zwangsabstieg herbeiführen. Die Präsentation von Zahlen im Finanzausschuss diente offensichtlich nur der Ablenkung, denn wenn Dynamo am 01. März keine oder ungenügende Unterlagen einreicht, droht der Lizenzverlust für die kommende Saison und damit das Aus für den Verein.

Egal wie man zum Verhältnis von Stadt und Dynamo stehen mag: Die Entscheidung, ob die Stadt Betriebskosten des Stadions übernimmt oder nicht, treffen einzig und allein die Stadträte und nicht Herr Vorjohann. Der Stichtag war der Verwaltung lange genug bekannt, um rechtzeitig eine Vorlage einzureichen. Ich bin Fassungslos angesichts einer solch gezielten Arbeitsverweigerung von Herrn Vorjohann, ganz offensichtlich einzig und allein um eine Entscheidung des Stadtrats zu verhindern.“
 

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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