Dresden
Rückblick : Finanzen & Sport

- FDP-Fraktion will ein 50-Meter-Becken und ein 25-Meter-Becken statt zwei 50-m-Becken

(Dresden/11.03.2010) Am Montag haben die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und der Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) den Fraktionen der Stadt Dresden ihre Vorstellungen für Einsparungen für die kommenden Jahre vorgestellt. Auf der Liste der Einsparungen steht auch das Schwimmhallenprojekt Freiberger Straße. Für die Halle läuft 2013 die Betriebsgenehmigung aus. Nach der Liste vom Montag ist aber vor 2013 mit keinem Baubeginn zu rechnen. Damit droht die Schließung einer der letzten Schwimmhallen in Dresden.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow:

"Die FDP lehnt die Verschiebung der Sanierung der Schwimmhalle an der Freiberger Straße ab und plädiert für eine abgespeckte Variante. Statt das Bauvorhaben komplett in Frage zu stellen, sollte geprüft werden, die Halle in der ursprünglich vom Stadtrat geplanten Form zu bauen. Im Jahr 2000 hatte der Stadtrat den Anbau eines 25-Meter-Beckens für damals rund fünf Millionen DM beschlossen. Erst auf Drängen der Verwaltung wurde aus einem machbaren und sinnvollen Projekt ein Prestigeobjekt. Denn seit dem Jahr 2008 plant die Stadtverwaltung die Hallensanierung mit dem Neubau eines zusätzlichen 50-Meter-Beckens anstatt dem ursprünglich vorgesehenen 25-Meter-Becken und die Sanierung der alten Halle mit dem vorhandenen 50-Meter-Beckens für fast 19 Millionen Euro. Ein zweites 50-Meter-Becken ist jedoch keinesfalls unbedingt notwendig und sollte in Zeiten knapper Kassen noch einmal auf den Prüfstand. Dadurch ist es unter Umständen möglich, das Sanierungsvorhaben Freiberger Straße doch noch in der vorgesehenen Zeit zu realisieren.

Das Projekt darf nach zehn Jahren Planung nicht erneut verschoben werden. Die Schwimmhalle Freiberger Straße wird in Dresden dringend gebraucht und ist 2013 von der Schließung bedroht. Deshalb fordere ich die Verwaltung auf, die überdimensionierte Planung zu stoppen. Es ist vernünftiger, jetzt etwas kleiner zu planen, damit zügig mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden kann und der Standort langfristig erhalten wird.

Aktuell hat die Landeshauptstadt Dresden rund 1.500 Quadratmeter Schwimmfläche zu wenig gemessen an ihrer Bevölkerungszahl. Diese Zahlen sind der Verwaltung seit Jahren bekannt und trotzdem steht das Schwimmhallenprojekt auf der Streichliste. Es geht in diesem Fall nicht nur um den Leistungssport, sondern auch um Schulschwimmen, Seniorenschwimmen, öffentliches Schwimmen und Schwimmkurse, die in unserer Stadt dringend gebraucht werden. Deshalb darf es hier einfach keine weiteren Verzögerungen mehr geben."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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