Dresden
Rückblick : Fraktionsveranstaltung
Zu Besuch im Forschungszentrum Dresden Rossendorf

Zu DDR-Zeiten wusste der Normalbürger zwar, dass in Rossendorf ein Kernreaktor stand und Kernforschung betrieben wurde – hinein in das Gelände kam er nie.

Nach 1990 haben sich mit dem Forschungszentrum Dresden Rossendorf (FZD) Transparenz und Forschungsinhalte gehörig verändert. Heute erforscht das FZD, wie sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen verhält, wie Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden können und wie Mensch und Umwelt vor technischen Risiken geschützt werden können. Besucher, besonders Schüler, Studenten und Lehrer, die sich in kostenlosen Führungen über die Forschungsaktivitäten informieren wollen, sind stets willkommen. Rund 60 Besuchergruppen empfängt das Forschungszentrum Jahr für Jahr.

Auch die FDP-Fraktion machte sich mit über 50 Gästen kürzlich auf, hinter die Kulissen des größten sächsischen Forschungszentrums zu schauen. Den kaufmännischen Direktor, Herrn Prof. Dr. Dr. Joehnk, dabei als Referenten gewonnen zu haben, war eine große, auch intellektuelle Freude. Verstand er es doch in herausragender Weise, Wissenschaft und Humor miteinander zu verbinden und seine Zuhörer einmal mehr für den Wissenschafts-Standort Dresden zu begeistern.

Im Mittelpunkt unseres Besuches stand die Besichtigung des Hochfeld Magnetlabors. Auch wir haben vorher nicht gewusst, dass nur zwei Labors derzeit in der Lage sind, höchste Mag-netfelder mit sagenhaften 85 Tesla für Forscher aus aller Welt zur Verfügung zu stellen: das ist neben dem Nationalen Hochfeld-Magnetlabor im amerikanischen Los Alamos unser Dresdner Hochfeld-Magnetlabor. Die ernormen Kräfte, die bei diesen Versuchen freigesetzt werden, übersteigen menschliches Vorstellungsvermögen fast, aber als Prof. Joehnk erklärte, dass ein typischer Magnet, der am Kühlschrank klebt, etwa 0,05 Tesla hat, konnten wir die erzeugten 85 Tesla doch einigermaßen einordnen. Der Dresdner Magnet selbst ist ausgelegt für ca. 90 Tesla, das wäre Weltrekord. Dieser wird (noch) vom Hochfeld-Magnetlabor in Los Alamos bei gut 89 Tesla gehalten. Aber der neue Dresdner Magnet ist ihm mit 87,2 Tesla schon sehr nahe gekommen. Das Hochfeld-Magnetlabor steht als Nutzerlabor mit einzigarti-gen experimentellen Möglichkeiten für die Dresdner Wissenschaft und für Forscher weltweit offen und bereichert die aktuelle Materialforschung, beispielsweise auf den Gebieten Magne-tismus, Supraleitung oder Halbleiter-Physik.

Mit Hochachtung vor den Leistungen der rund 750 Kollegen des FZD, aber auch mit Stolz und Genugtuung, in einer Stadt zu leben, die solche Forschungseinrichtungen beherbergt, haben wir uns von Prof. Joehnk verabschiedet. Und haben uns vorgenommen, noch mehr dafür zu tun, den Wissenschaftsstandort Dresden voran zu bringen.

Sollten Sie auch Interesse haben eine unserer kommenden Veranstaltungen zu besuchen, schi-cken sie einfach eine Mail mit ihrer vollständigen Anschrift an FDP-Fraktion@dresden.de wir laden sie gern ein.
 

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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