Dresden
Rückblick : Gedenken

– FDP schlägt Einbeziehung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor

(Dresden/26.05.2010) Im Ergebnis der Arbeit der Historikerkommission konnten 19.000 Opfer der Bombenangriffe auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 namentlich ermittelt werden. Insgesamt geht man von einer Opferzahl von 25.000 Toten aus. Um die Frage, ob diese Namen veröffentlicht werden und damit jedermann zugängig sein sollten, ist in den letzten Tagen eine kontroverse Debatte entbrannt.
Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow:

„Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass es sich bei den Opfern der Angriffe um Kriegsopfer handelt, deren Namen öffentlich zugängig sein sollten. Zivile Kriegsopfer entsprechen in ihrem Status dem von gefallenen Soldaten und haben das gleiche Recht auf eine angemessene und würdige Form des Gedenkens. Die Frage des Datenschutzes ist dabei nicht relevant. Ebenso dürfen wir uns nicht von radikalen und extremen Kräften die Art und Weise unserer Gedenkkultur bestimmen lassen.

Um die Schrecken des Krieges auch 65 Jahre nach Kriegsende noch zu verdeutlichen, ist es gerade für die Nachkriegsgenerationen besonders wichtig zu begreifen, dass hinter jedem Toten auch ein menschliches Einzelschicksal steht, mit einem Namen und einer Biografie, mit zerstörten Hoffnungen und Träumen. Wir haben geradezu die Pflicht, den Opfern ein Andenken zu bewahren und, zumindest in den Fällen, wo dies möglich ist, eine Identität zurückzugeben. Nur so wird sich dauerhaft eine emotionale Bindung zu den Opfern bewahren lassen. Nach Auffassung der FDP sind dafür die Schaffung eines öffentlichen Gedenkortes und die Errichtung eines Denkmales mit den Namen der Bombenopfer im Stadtzentrum vorstellbar.

Mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gibt es eine international anerkannte und erfahrene Institution, die der Stadt bei allen Fragen des Gedenkens mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte. Dresden wäre gut beraten, bei der Entscheidung, wie die Ergebnisse der Historikerkommission in die künftige Form des Gedenkens einfließen sollten, den Rat dieser Fachleute mit heranzuziehen.“

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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