Dresden
Rückblick : Nachgefragt
Freibad Cotta

Stadtrat Eberhard Rink, der sich seit Jahren als zuverlässiger Sponsor für das Freibad Cotta engagiert, fragte in der 10 Sitzung des Stadtrates nach dem aktuellen Sachstand der Betreibung des Freibades Cotta durch die QAD und nach anderen möglichen Betreibern.

Sportbürgermeister Lehmann antwortete, dass ein anderer Betreiber nicht vorgesehen sei, der Sportstätten- und Bäderbetrieb stehe seit Ende vergangener Badesaison mit der QAD über eine Weiterführung der Betreibung in Verhandlung. Die QAD habe sich aber erst am 16. März dieses Jahres abschließend zu einer weiteren Betreibung positioniert: sie werde die Betreibung des Freibades Cotta nur dann übernehmen, wenn der dadurch entstehende Verlust vollumfänglich durch einen entsprechenden Zuschuss ausgeglichen werde.

Bisher habe der Sportstätten- und Bäderbetrieb einen Zuschuss in Höhe von (netto) 35.000 Euro geleistet. Die QAD gehe aber nunmehr davon aus, dass sich dieser Zuschuss auf 57.000 Euro erhöht. Der Eigenbetrieb Sportstätten- und Bäderbetrieb werde daher eine überplanmäßige Zuschusserhöhung im Geschäftsbereich Finanzen beantragen.

Im Übrigen sei das Freibad Cotta in der Bäderkonzeption der Landeshauptstadt Dresden enthalten, die seit Längerem im Eigenbetrieb überarbeitet werde.

Eberhard Rink, der wegen seines jahrelangen Engagements für das Freibad Cotta ein exzellenter Kenner der Situation ist, gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden, trat erneut an das Mikrofon und hakte nach: „Seit fünf Jahren warten wir als Sponsor auf eine Abrechnung, ich frage mich, wo die Zahl 57.000 her kommt, ich habe bis zum heutigen Tag noch nie eine Abrechnung von diesem Bad gesehen. (...) Ich weiß ganz genau, dass voriges Jahr zum Beispiel bei der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft die Fördermittel nicht abgerufen worden sind (...).“

Zur Antwort erhielt er, dass gegenüber dem Sportstätten- und Bäderbetrieb im Zusammenhang mit dem Abruf des Zuschusses jeweils eine entsprechende Abrechnung erfolgt sei. Diese befände sich in den Verwaltungsvorgängen und könne dort eingesehen werden. Eine Bereitstellung der Abrechnungen an Dritte könne aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfolgen. Der QAD obliege es, ihren Sponsoren entsprechende Auskünfte zu erteilen. Außerdem sei die für 2010 geforderte Zuwendung von 57.000 Euro der Wirtschaftsplanung der QAD für 2010 zu entnehmen.

Kleiner Kommentar:

Ob datenschutzrechtliche Gründe tatsächlich vorliegen, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass sich Eberhard Rink, die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft und andere mit Geld und Arbeitsleitungen seit Jahren für das Freibad Cotta einsetzen. Freiwillig. Ohne dieses Engagement wäre das Freibad möglicherweise schon still gelegt, in jedem Fall aber hätte die Stadt ohne dieses Sponsoring weitaus höhere Zuschüsse leisten müssen. Die Information von Eberhard Rink, dass Gelder der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft noch nicht einmal abgerufen wurden verweist obendrein zumindest auf ein Problem.

Es dürfte nicht zuviel verlangt sein, dass die Sponsoren wissen wollen, wie mit ihrem Geld umgegangen wird. Ihnen anzubieten, dass sie selbst in die Verwaltung gehen sollen, um Einsicht in die Abrechnungen zu erhalten, zeugt – freundlich ausgedrückt – von einem gleichgültigen Umgang mit Bürgern und Einrichtungen dieser Stadt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.
 

Termine
Do 14.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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