Dresden
Rückblick : Verkehr

Zastrow: "Zahlen sind ein Plädoyer für den Erhalt der Vierspurigkeit – Anforderungen des Autoverkehrs beachten“

(Dresden/07.10.2010) Medienberichten zufolge bleibt die Verkehrsbelastung auf der Königsbrücker Straße weiterhin bei über 20.000 Autos pro Tag. Das sei das Ergebnis der Verkehrsprognose 2025 für die Landeshauptstadt Dresden. Trotz wiederholter Medienberichte zu den Prognosezahlen in den vergangenen zwei Wochen liegt der Bericht den Stadträten jedoch bis zum heutigen Tag noch nicht vor.

Zu den bisher veröffentlichten Zahlen erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion Holger Zastrow: „Sollten diese Zahlen stimmen, sind sie ein Plädoyer gegen einen Rückbau und für den Erhalt der Königsbrücker Straße in ihrer aktuellen, vierspurigen Struktur“.

Bereits jetzt ist die Königsbrücker als wichtigste Nord-Süd-Verbindung eine der am stärksten befahrenen Straßen in Dresden und wird faktisch vierspurig benutzt. Die Verkehrsprognosezahlen bestätigen, dass trotz Waldschlösschenbrücke eine ähnlich hohe Belastung der Königsbrücker Straße bis ins Jahr 2025 zu erwarten ist. Für Zastrow ist klar: „Die Zahlen zeigen, dass wir den aktuellen Zustand mit überfahrbaren Gleisen erhalten müssen. Jeder, der bereits heute im tagtäglichen Verkehreschaos auf der Königsbrücker Straße steht, wird absolut kein Verständnis dafür haben, wenn wir eine Hauptverkehrsader künstlich einengen.“

Die aktuellen Pläne der Verwaltung für eine zweispurige Königsbrücker Straße mit eigenem Gleiskörper statt überfahrbarer Gleise sind für den Vorsitzenden der FDP-Fraktion eine Fehlentwicklung: „Diese Pläne sind kurzsichtig und fatal, denn die schon heute dramatische Verkehrssituation würde für Autofahrer, LKW, Motorradfahrer und Busse würde sich nach der Sanierung der Königsbrücker Straße verschärfen und nicht verbessern. Nimmt man den in der Prognose noch nicht enthaltenen, aber absehbaren Verkehrszuwachs durch die steigende Bevölkerungszahl in Dresden und die wachsende Zahl von Arbeitsplätzen in den sich positiv entwickelnden Industrieansiedlungen im Norden der Stadt hinzu, kann niemand ernsthaft an einer Reduzierung der Königsbrücker auf zwei Spuren interessiert sein. Bei allem Verständnis für die Interessen des ÖPNV dürfen die Anforderungen des Individualverkehrs nicht außer Acht gelassen werden – besonders nicht, wenn es sich um die wenigen Hauptverkehrsstraßen der Stadt handelt.“

Für das Projekt Königsbrücker Straße werden im Haushalt ab 2012 circa 25,5 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe soll nach Vorstellungen der Verwaltung durch eine möglichst umfangreiche Förderung des Freistaates verringert werden. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehrs hatte aber bereits vor Monatsfrist auf eine kleine Anfrage der Grünen im Sächsischen Landtag geantwortet, dass ein Rückbau von Verkehrsanlagen nach der Straßenförderrichtlinie (RL-KStB) nicht förderfähig sei. Darüber hinaus wird für Verkehrszahlen wie sie für die Königsbrücker Straße bereits in der Verkehrsprognose 2020 vorlagen und nun durch die Prognose 2025 offensichtlich bestätigt werden, eine Vierspurigkeit eindeutig empfohlen. Das heißt, die Stadt bekäme weniger Fördermittel und müsste einen zweispurigen Ausbau aus eigenen Haushaltsmitteln realisieren. Damit steht für die FDP-Fraktion fest, dass ein Rückbau der Königsbrücker Straße auf zwei Fahrspuren ohne überfahrbare Gleisanlagen angesichts der aktuellen Haushaltssituation für die Landeshauptstadt nicht in Frage kommt. „Mir ist nicht klar, warum auf Gedeih und Verderb aus rein ideologischen Gründen die Variante gebaut werden soll, die die Stadt nachweislich am teuersten zu stehen kommen wird“, so Zastrow abschließend. „Das durch eine vierspurige Sanierung eingesparte Geld sollte man besser wir die Sanierung anderer Straßen und Fußwege oder den Bau von Schulen und Kitas einsetzen als es denen zu geben, denen jegliche Form von Autoverkehr ohnehin ein Dorn im Auge ist.“
 

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