Dresden
Rückblick :

(Dresden/07.11.2010) Nachdem das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen einer gemeinsamen Klage der Gewerkschaft ver.di sowie zweier Arbeitnehmerinnen stattgegeben hatte, wird es in diesem Jahr in Dresden in der Adventszeit keine verkaufsoffenen Sonntage mehr geben. Einige Händler planen nunmehr das Verbot dadurch zu umgehen, dass sie ihre Geschäfte lediglich für „Beratungszwecke“ öffnen.


Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Jens Genschmar:


„Die geplante „Beratungsaktion“ der Neumarkthändler findet meine volle Sympathie und Unterstützung. Sie entspricht genau jenem sächsischen Einfallsreichtum, der bis vor 20 Jahren den alltäglichen Umgang mit einer weltfremden Partei- und Staatsführung geprägt hat. Es wäre wunderbar, wenn sich noch mehr Händler der geplanten Aktion anschließen und an den Adventssonntagen für Beratungen zur Verfügung stehen würden. Ein stadtweiter „Beratungssonntag“ wäre ein gelungenes Zeichen des stillen Protestes!


Die Oberbürgermeisterin sollte den Protest ihrerseits unterstützen, indem sie dem Ordnungsamt an diesem Tag Kontrollgänge demonstrativ untersagt - es ist schließlich Sonntag - oder den Schwerpunkt stattdessen auf nicht genehmigte Grillpartys am Elbufer legt. Auch wir Dresdner sollten Solidarität zeigen und durch die ausgiebige Nutzung der Beratungsangebote der Händler ein Zeichen setzen.


Gerade an den Adventssonntagen wird die Stadt voll mit Touristen und Tagesgästen sein, die ihren Aufenthalt natürlich auch für einen Einkaufsbummel nutzen wollen. Den Händlern zu verbieten, von dieser immensen zusätzlichen Kaufkraft zu profitieren, ist unverantwortlich. Gerade der inhabergeführte Facheinzelhandel ist auf die jährlichen Weihnachtsumsätze dringend angewiesen.


Dass Gewerkschaftsbosse mit ihren exorbitanten monatlichen Gehältern, von denen normale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch nicht einmal zu träumen wagen, den täglichen Kampf der Einzelhändler um ihre wirtschaftliche Existenz nicht verstehen können, ist vielleicht noch nachvollziehbar, dass sie ihn jedoch auch noch versuchen mit einer Neiddebatte zu diskreditieren, ist zutiefst unanständig und zeugt von völligem Realitätsverlust.“

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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