Dresden
Rückblick : Schulpolitik

Lässig: "Wir brauchen wieder mehr Menschenverstand und weniger Bürokratie"

(Dresden/07.01.2011) Nach Medienberichten vom 06.01.2011 ist die Sanierung des Pestalozzi-Gymnasium in Pieschen einschließlich einer denkmalgerechten Sanierung der Aula und der brandschutztechnisch Ertüchtigung für fast fünf Millionen Euro beinahe abgeschlossen. Während der Maßnahme wurde jedoch der Speiseraum der Schule nicht saniert, da - ebenfalls nach Medienberichten - dafür kein Geld mehr übrig war. Dieses Vorgehen stößt bei Eltervertretern der Schule auf massive Kritik.

Dazu erklärt FDP-Stadträtin Barbara Lässig:

„Dies ist eine ungeheuerliche Fehlplanung und eine Dreistigkeit gegenüber Lehrern und Schülern, aber auch dem Steuerzahler nicht mehr zu vermitteln. Wie kann man zuerst die Aula nach „allen Regeln“ des Denkmalschutzes sanieren, einschließlich aufwendiger Freilegung von Deckengemälden, wenn im Speiseraum der Putz von der Decke fällt und es in den Ecken vor sich hin schimmelt. Ich bin über diese Zeitungsmeldung regelrecht entsetzt!

Der gerechtfertigte Protest der Elternvertreter zeigt sehr anschaulich, dass wir in Dresden dringend wieder mehr gesunden Menschenverstand bei Sanierung und Neubauten und weniger kleinkarierte und bürokratische Entscheidungsstrukturen brauchen. Elternvertreter müssen mitreden können, wenn es um die Sanierung von Schulen geht. Falsche Prioritätensetzung und Abgehobenheit der Stadt in den einzelnen Projekten müssen ein Ende haben. Es wird eindeutig Zeit, dass unser Antrag zur besseren Beteiligung der Hauptnutzer bei Sanierung und Neubauten der Stadt beschlossen wird, und für Schulen sind das nun einmal die Schüler, Lehrer und Eltern. Dann hätte es diese Fehlentwicklung wahrscheinlich nicht gegeben.“

Noch im Sommer hat der zuständige Bürgermeister in einem Interview darauf hingewiesen, dass Parkett durch den hohen Reinigungsaufwand für Schulen nicht geeignet ist und warnte vor der Verselbstständigung der Kosten. „Am Beispiel Pestalozzi-Gymnasium sieht man wieder einmal, wie sich Kosten „verselbstständigen“ und am Ende wichtige Punkte nicht mehr geschafft werden. Ich frage mich, wo der Bürgermeister war, als im Pestalozzi-Gymnasium Parkett in der Aula verlegt wurde und der Speisesaal weiter vor sich hingammelt.“, so Lässig abschließend.

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Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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