Dresden
Rückblick : Freiheitsdenkmal

Zastrow: "Das jetzt ausgerechnet die SED-Nachfolgeorganisation ein Wendedenkmal fordert, ist an politischer Schamlosigkeit nicht zu überbieten – hier macht sich der Bock selbst zum Gärtner!"

(Dresden/04.02.2011) Nach der anhaltenden Debatte um ein Denkmal zur Erinnerung an die friedliche Revolution von 1989 fordert jetzt die Dresdner Stadtratsfraktion "Die Linke" ein "Wir-sind-das-Volk" – Denkmal in der Dresdner Innenstadt.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow: "Dass ausgerechnet jene Partei, die 40 Jahre Sozialismus und Diktatur zu verantworten hat, heute ein Wendedenkmal fordert, ist an politischer Schamlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Und das man dazu ausgerechnet den Slogan: „Wir sind das Volk!“ missbrauchen will, mit dem die Machthaber von einst aus dem Amt gejagt wurden, schlägt dem Fass den Boden aus. Hier versucht sich der Bock selbst zum Gärtner zu machen.

Die Linke täuscht sich jedoch, wenn sie meint, dass wir im einundzwanzigsten Jahr nach der Wiedervereinigung schon vergessen hätten, wer die Verantwortung für Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl getragen hat. Die Angehörigen der Maueropfer leben noch. Jeder kann sich die Stasi-Gefängnisse in Dresden, Bautzen oder anderswo mit eigenen Augen ansehen oder an der Berliner Mauergedenkstätte der Toten gedenken. Der mit den Stimmen von CDU und FDP eben erst beschlossene Landeshaushalt sieht unter anderem Mittel in Höhe von knapp 2 Millionen Euro für die Sanierung der Dresdner Stasi-Gedenkstätte auf der Bautzner Straße vor. Die Initiative der Linken zeigt ein weiteres Mal, dass dieses Geld gut investiert wird und dass wir auch künftig alles dafür tun müssen, dass die jüngste deutsche Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Ein Freiheitsdenkmal als Erinnerung an die friedliche Revolution in Dresden, zum Beispiel auf dem Neumarkt, zu erreichten, ist wichtig und eine Aufgabe für die kommenden Jahre. Die FDP hatte ein solches Denkmal schon einmal vor knapp zwei Jahren anlässlich des 20. Jahrestages der friedlichen Revolution vorgeschlagen. In welcher Form man so ein Denkmalprojekt realisiert, sollte in Ruhe von denen diskutiert werden, die die Wende maßgeblich gestaltet und den Aufbau Sachsens getragen haben. Die Linke gehört nicht dazu."

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