Dresden
Rückblick : Wiener Platz

Innerstädtisches Wohnen am Wiener Platz als überzeugender Vorschlag

(Dresden/31. Mai 2011) Nach Medienberichten von heute plant die TLG Immobilien am Wiener Platz innerstädtische Wohnungen und Geschäfte zu errichten, lediglich der Kaufpreis für das Grundstück wäre noch zu verhandeln und könnte bereits im Juli entschieden werden. Auf der heutigen Stadtratssitzung soll auf Drängen von Fraktionen der Wiener Platz aber noch einmal als Standort für das neue Verwaltungszentrum geprüft werden

Dazu erklärt der Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der FDP-Fraktion, Matteo Böhme:

"Wohnungen am Wiener Platz sind eine faszinierende Idee. Eine dynamisch wachsende Großstadt wie Dresden muss sich zwangsläufig über innerstädtisches Wohnen Gedanken machen. Da kommt dieser Vorschlag eines privaten Investors gerade richtig. Als FDP-Fraktion begrüßen wir diesen neuerlichen Vorstoß zur Bebauung des Wiener Platzes ausdrücklich. Der Wiener Platz muss endlich fertig gestellt werden und das MK5 bebaut werden. In der Vergangenheit wurden immer wieder Versuche von der Stadt unternommen, das Grundstück am Wiener Platz mit eigenen Projekten, wie der Ansiedlung der Operette zu entwickeln. Dies scheiterte aber genauso wie diverse Investorenpläne.

Mit der TLG steht nun ein in Dresden bekannter und zuverlässiger Investor bereit, das Grundstück endlich zu entwickeln. Es ist vor allem der zu hohe Kaufpreis, der eine Schließung dieser Baugrube jetzt nur noch verhindert. Dieser basiert auf einem Verkehrswertgutachten aus den 90er Jahren, das seinerzeit noch von einer Nutzung als siebenstöckiges Kaufhaus ausging. Die Stadt wollte bisher einen Kaufpreis von 15 Mio. Euro. Dieser Kaufpreis spiegelt jedoch die heutige Situation des Grundstücksmarktes nicht wieder und ist für eine zum größten Teil als Wohnungen genutzte Fläche auch nicht realistisch. Die Stadt muss von ihren unrealistischen Vorstellungen abrücken und das MK5 endlich zu einem vernünftigen Kaufpreis anbieten.

Darüber hinaus ist die Stadt auf diese Einnahmequelle dringend angewiesen, denn dieser auch geringere Verkaufserlös stünde der Stadt dann für die vielen noch nicht komplett finanzierten Projekte zur Verfügung, wie zum Beispiel dem Kunstkraftwerk Mitte, für dessen Finanzierung die Erlöse immer gedacht waren. Die städtische Nutzung des Wiener Loches für einen teuren Verwaltungsneubau lehnen wir als Fraktion ab. Dagegen sprechen nicht nur die dann verlorenen Erlöse aus dem Grundstücksverkauf sondern auch die enormen Neubaukosten für einen Verwaltungsneubau, der nur mit einer Neuverschuldung zu finanzieren wäre.

Das Wiener Loch einfach zuzuschütten, wie es von einigen Fraktionen im Stadtrat gefordert wird, wäre die dümmste aller denkbaren Optionen. Die Bebauung mit Wohnungen dagegen wäre aus stadtplanerischen Sicht eine deutlich bessere Idee. Es gäbe damit eine echte Chance, den Wiener Platz und die gesamte südliche Prager Straße weiter zu entwickeln und zu beleben. Die FDP-Fraktion wird weiter für die Bebauung am Wiener Platz und gegen die Verfüllung kämpfen."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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