Dresden
Rückblick :

- FDP-Fraktion zur Diskussion über neue Elbbrücke zwischen Messegelände und Pieschen

(Dresden/16.06.2011) Im vergangenen Ältestenrat hat die Bürgerfraktion einen Antrag zur Prüfung einer neuen Elbquerung zwischen Pieschen und dem Messegelände eingebracht. Aktuell werden dazu öffentlich mehrere Varianten für Fußgängerbrücken einschließlich ÖPNV diskutiert.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Holger Zastrow:

"Wir begrüßen es, dass man sich in diesem Fall frühzeitig mit der Weiterentwicklung der Dresdner Verkehrsinfrastruktur beschäftigt. Gerade im Hinblick auf die in Kürze fertig gestellte Waldschlösschenbrücke und die beschlossene Sanierung der Albertbrücke brauchen wir eine sachliche Diskussion über eine weitere Elbquerung. Dass eine solche Querung zwischen Messegelände und Pieschen liegen könnte, ist eine sehr alte Idee. Nach dem Ausbau des Messegeländes und dem Beschluss zur Verlagerung der Unterhaltungsmusik vom Kulturpalast in die Messehalle 1 im Rahmen des Kulturpalast-Umbaus, ist dies eine dringend notwendige Überlegung.

Es ist heute bereits deutlich abzusehen, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Großveranstaltungen von Konzerten, über Sportereignisse bis hin zu Messen, Tagungen und Großkongressen weiter steigen wird. Und der damit einhergehende Verkehr und der Transport von Material und der Lieferverkehr werden ebenfalls weiter zunehmen. Derzeit zwängt sich dieser Verkehr von der anderen Elbseite noch mitten durch die Stadt oder über die Flügelwegbrücke zum Messegelände. Die einzig vernünftige Lösung ist eine neue Elbquerung, die das Ostragehege für alle Verkehrsteilnehmer komplett erschließt. Eine Brücke, die über eine Straßenbahn verfügt, sollte auch für den Individualverkehr nutzbar sein, um den Verkehr für das Messegelände von der Carolabrücke und der Augustusbrücke runter zubekommen. Der Vorschlag der CDU, eine reine Fußgängerbrücke zu schaffen, ist viel zu kurz gesprungen und genauso wenig wie der von der Bürgerfraktion vorgeschlagen beschränkte Prüfauftrag dazu geeignet, die Verkehrsprobleme der Zukunft zu lösen.

Wir brauchen seine sachliche Diskussion in der wir uns nicht bereits zu Beginn selbst beschneiden. Eine neue Elbquerung könnte im Rahmen des neuen Verkehrsentwicklungsplans der Landeshauptstadt Dresden für 2025 diskutiert und die dazugehörigen Verkehrsströme berechnet werden."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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