Dresden
Rückblick :

Lässig: "Ich fordere die sofortige Vorlage des Beschlussvorschlages zur Mittelverteilung aus den Einsparungen der Stadionverträgen"

(Dresden/01.07.2011) Auf seiner Sitzung am 31.Mai hat der Stadtrat mit der Vorlage 1108/11 eine Ausweitung des städtischen Zuschusses für die Stadionprojektgesellschaft auch für den Spielbetrieb der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden (SGD) in der 2. Fußballbundesliga beschlossen. Im Rahmen des Aufstieges der SGD und des Beschlusses zu den Stadionzuschüssen wurde der städtische Haushalt um 1,67 Millionen Euro für die Spielzeit 2011/2012 entlastet, darüber hinaus kommen zusätzliche Einnahmen von knapp 400.000 Euro aus der Darlehenstilgung.

Für die fast eine Million Euro pro Jahr sollte durch den Sportstätten und Bäderbetrieb (SBB) und den Kreissportbund (KSB) ein Verteilungsvorschlag erarbeitet und den Ausschüssen zum Beschluss vorgelegt werden. Bis zum heutigen Tag sind diese Vorschläge nicht eingegangen. Dies bedeutet, dass es erst nach der Sommerpause einen regulären Beschluss dazu geben kann.

Letzte Chance ist ein kurzfristiger Nachtrag für die Tagesordnung des Sportausschusses am kommenden Donnerstag sowie die Sondersitzung des Finanzausschusses am 11.07.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Barbara Lässig:

"An diesem Vorgang sieht man wieder einmal, dass der Sport in unserer Stadt, wenn überhaupt, nur stiefmütterlich behandelt wird. Es ist äußerst bedauerlich, dass wir Stadträte bis heute keine Beschlussempfehlung erhalten haben. Dadurch verlieren wir fast drei Monate bevor es die nächste reguläre Chance für die notwendigen Beschlüsse gibt. Mit einer großen Stadtratsmehrheit haben wir im Mai die Verteilung der Mittel an den Sport für investive und konsumtive Maßnahmen beschlossen. Nur leider ist diesem Beschluss wieder einmal keine Handlung der Verwaltung gefolgt.

Ich fordere den SBB und den KSB auf, den Stadträten sofort den Beschlussvorschlag vorzulegen. Mit einem Nachtrag für den Sportausschuss und durch die glückliche Fügung, dass es eine Sondersitzung des Finanzausschusses am 11.07. gibt, haben wir eine allerletzte Chance, den Beschluss noch vor der Sommerpause herbeizuführen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum die Erarbeitung überhaupt so lange dauert. Die freigewordenen Mittel aus den Stadionverträgen sollten so schnell wie möglich in zusätzliche Projekte im Sport, in Trainer- und Übungsleiterstellen oder in die Förderung von Talenten investiert werden. Bei der Sanierung sollten wir unser Augenmerk auf Projekte richten, die angesichts der leeren Kassen des SBB in den kommenden Jahren nicht möglich wären. Das sind für mich Klein- und Kleinstmaßnahmen wie beispielsweise ein Dach für die Rollkunstlaufbahn, die Ertüchtigung des Kraftraumes in der Schwimmhalle Freiberger Straße oder die Sanierung von Sanitäranlagen.

Die vielen Sportvereine, die mit dem vorhandenen Geld eine dringend notwendige Trainerstelle bekommen oder ihre Trainingseinrichtungen sanieren könnten, brauchen belastbare Aussagen und Planungssicherheit. Wir haben in unserer Stadt selten genug die Gelegenheit, unseren Sportvereinen unter die Arme zu greifen. Mit der unergründbaren Verzögerung der Entscheidungen muss endlich Schluss sein."

Termine
Do 23.11.2017
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Fr 15.12.2017
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Ratsdepesche Ausgabe 22

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