Dresden
Rückblick :

(Dresden/13.09.2011) Am morgigen Mittwoch wird im Bauausschuss noch einmal die unveränderte Vorlage mit der sogenannten Variante 6 zur Königsbrücker Straße zur Abstimmung gestellt. Trotz Ankündigungen vor der Sommerpause wurden an der Vorlage bis zum heutigen Tage noch keinerlei Änderungen vorgenommen. Lediglich vermeintlich neues Zahlenmaterial wurde den Fraktionen zur Verfügung gestellt. Dieses Zahlenmaterial beruht aber auf veralteten Annahmen und zeigt zum anderen eine klare Verkehrsverlagerung in die Wohngebiete.

Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Matteo Böhme:

"Die Verwaltung benutzt absichtlich veraltete Zahlen um sich eine Zustimmung zu einer mangelhaften und nicht durchdachten Vorlage zu erschummeln. So wurden für den Vergleich der Reisegeschwindigkeiten und zum Beweis der Durchlässigkeit der Variante 6 vollkommen veraltete Verkehrszahlen benutzt. Anstelle der aktuellen Verkehrsprognose 2025, die seit über einem Jahr vorliegt, hat die Verwaltung erneut die deutlich geringeren Verkehrsbelegungszahlen der Verkehrsprognose 2020 benutzt. Im umstrittenen Abschnitt zwischen Tannenstraße und Bischofsweg unterschlägt dieser Rechentrick fast zehn Prozent der Autos.

Dieses Vorgehen ist ein Witz. 2009 hat die Stadt das Planfeststellungsverfahren gestoppt, um auf die neue Verkehrsprognose zu warten. Dann liegen diese Zahlen nun mittlerweile über ein Jahr vor und sie werden trotzdem nicht zur Handlungsgrundlage. Die Verwaltung betreibt hier offensichtlich eine absichtliche Fehlinformation und damit eine einseitige Parteinahme zu Gunsten einer grünen Verkehrsideologie. Die Verwaltung sollte aber endlich zur Kenntnis nehmen, dass Dresden eine wachsende Stadt ist und sich ein Hauptverkehrsnetz auf dem Niveau von Nebenstraßen nicht erlauben darf.

Besonders alarmierend wird das Vorhaben der Verwaltung aber, wenn man sich die Nebenstraßen in der Neustadt und dem Hechtviertel anschaut. Um die Durchlässigkeit der Variante 6 zu erhöhen, erhöht die Verwaltung die mittleren Wartezeiten auf den Zufahrtsstraßen zur Königsbrücker Straße deutlich im Vergleich zur Variante 5. Das bedeutet nichts anderes als die mutwillige Verlagerung des Verkehrs von der Hauptstraße in die Nebenstraßen. Kommt die Variante 6 wie geplant durch, müssen die Anwohner der Neustadt dann mit deutlich mehr Stop-and-Go-Verkehr vor ihrer Tür und mit einer höheren Lärm- und Abgasbelastung als in Variante 5 rechnen. Dies ist eindeutig aus den Zahlen der Verwaltung zu entnehmen.

Die Stadtverwaltung hat sich endgültig enttarnt. Für die FDP-Fraktion ist die mutwillige Verlagerung des Verkehrs in Wohngebiete unannehmbar. Wir kämpfen für ein gutausgebautes Hauptverkehrsnetz und gegen Schleichverkehr und dies ist nur mit der Variante 5 der Oberbürgermeisterin möglich."

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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