Dresden
Rückblick : Gedenkveranstaltung

(Dresden/17.10.2011) Nach Medienberichten von heute fordern die Grünen eine Verlegung der Gedenkveranstaltung und offizielle Kranzniederlegung zum Gedenken der Opfer des 13. Februar 1945 vom Heidefriedhof in die Innenstadt.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Es ist traurig, wie leichtfertig und respektlos die Grünen mit der gelebten Dresdner Gedenkkultur umgehen. Der Vorschlag der Grünen gefährdet das über Jahrzehnte gewachsene, würdige Erinnern auf dem Heidefriedhof. Für uns als FDP ebenso wie für viele Dresdner gehört der Heidefriedhof als zentrales Element dauerhaft zu dieser stillen Gedenkkultur. Mit ihrem unüberlegten Vorstoß offenbaren die Grünen eine erschütternde Ahnungslosigkeit über die Frage der auf dem Heidefriedhof begründeten Gedenkkultur und zeigen eine fast schon beleidigende Ignoranz gegenüber vielen Dresdnern, die Jahr für Jahr am 13. Februar auf den Heidefriedhof kommen. Es ist gut und bewährt, dass sich an diesem Gedenken nicht nur Vertreter der Stadtverwaltung des Stadtrates, sondern auch der Staatsregierung, des Landtages, der Kirchen, der Polizei, der Bundeswehr und Entsandte der diplomatischen Vertretungen Russlands, Großbritanniens und aus den USA beteiligen. Die Grünen müssen sich vor dem Hintergrund des Streits um Protestformen und Demonstrationen in der Innenstadt sowie angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rechts- und linksextremen Gruppen die Frage gefallen lassen, wieso sie gerade die einzige unumstrittene Gedenkveranstaltung zum 13. Februar abschaffen und ob sie auch bei dieser Veranstaltung Krawalle in Kauf nehmen wollen. Auf dem Heidefriedhof befindet sich seit vielen Jahrzehnten die Gedenkstätte für die Opfer des 13./14. Februar 1945, weil viele der Toten dort in Massengräbern beerdigt wurden. Der Weg zur Kranzniederlegung führt vorbei an den Gedenksteinen für die Opfer der Konzentrationslager und zur Erinnerung an die Zerstörung vieler Städte darunter auch Coventry. Diese geschichtlichen Zusammenhänge vereint der Heidefriedhof und ermöglicht es somit auch, rechtsextremen Geschichtsfälschern entgegen zu treten. Die Friedhofsordnung sorgt zudem dafür, radikale Gruppen zu disziplinieren."

Termine
Do 14.12.2017
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Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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