Dresden
Rückblick : Dresdner Verkehrsprojekte

(Dresden/02.12.2011) Nach Medienberichten von heute kritisieren die Grünen die Ausbaustandards von Dresdner Verkehrsprojekten wie der Bergstraße, dem Tunnel an der Flügelwegbrücke oder der B173. Sie beziehen sich dabei auf eine Antwort des Baubürgermeisters zu aktuellen Verkehrsbelegungszahlen im Vergleich zu prognostizierten Zahlen.

Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion:

"Dieses grüne Zahlenmikado bei den Kosten für den Bau und die Sanierung von Straßen ist unverantwortlich und ganz weit weg vom gesunden Menschenverstand. Die drei benannten Verkehrsprojekte sind ein Segen für unsere Stadt. Sie schaffen gerade zu Hauptverkehrszeiten Entlastungen für die ganze Stadt. Wer diese Projekte ernsthaft in Frage stellt, nimmt Dauerstau, Abgas- und Lärmbelästigungen für die Anwohner billigend in Kauf. Die Grünen stellen wieder einmal nur Bruchstücke eines Bildes dar und drehen sich die Zahlen so zu Recht, dass sie zu ihren Fantasien passen, um dann vollkommen einseitige Schlüsse zu ziehen. Zum Beispiel sind die B170 (Bergstraße) und die B173 (Coventry Straße) Autobahnzubringer für die A17 nach Prag. Diese Autobahn ist auf tschechischer Seite noch nicht einmal komplett fertig. Nach der Fertigstellung und dem einsetzenden Regelverkehr mit Tschechien wird auch der Verkehr auf diesen Autobahnzubringern steigen. Das ist logisch, wird aber von den Grünen wieder einmal verschwiegen. Abgesehen davon zeigen die Verkehrsbelegungszahlen für die gesamte Stadt bis 2025 grundsätzlich steil nach oben, aber auch das wird ignoriert.

Völlig unseriös wird es aber, wenn eine grüne Stadträtin vor den Mehrkosten der Königsbrücker Straße warnt. Denn es dürfte selbst den Grünen seit langem bekannt sein, dass die Mehrkosten der beschlossenen Variante nicht in der Straße stecken, sondern im Lärmschutz für die Anwohner. Der beschlossene Ausbau mit dem Erhalt der befahrbaren Gleise findet weitestgehend im Bestand statt. Lediglich in den neuen Haltestellenbereichen für die DVB ist sie um wenige Zentimeter breiter als die Rückbauvariante. Dabei sind es vor allem die Ausbaustandards der DVB mit Verbreiterungen des Achsabstandes, neuen teuren Haltestellenbereichen, zusätzlichen Ampelanlagen und aufgepflasterten Gleisanlagen, die Straßenbauprojekte in Dresden so enorm verteuern. Wenn wir uns also ernsthaft über überzogene Ausbaustandards und zu teure Straßen unterhalten wollen, dann müssen wir uns die Bodenbacher oder die Leipziger Straße ansehen: Beides sind kostspielige und für den Individualverkehr wenig praktikable Straßen geworden, die nun Staus provozieren, weil man die überzogenen Standards der DVB zu Lasten aller anderen Verkehrsteilnehmer und der Anwohner durchgesetzt hat."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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