Dresden
Rückblick :

Schindler: "Dresdens Krankenhäuser brauchen endlich zukunftsfähige Strukturen, sonst werden drastische Einschnitte in den kommenden Jahren unvermeidlich sein!"

(Dresden/02.01.2012) Während die Vorbereitungen für den Bürgerentscheid am 29. Januar 2012 über die Zukunft der städtischen Krankenhäuser auf Hochtouren laufen, hat mit Christoph Straub, der Chef der Barmer GEK und damit der größten deutschen Krankenkasse jetzt die Schließung von Kliniken gefordert. Deutschland leiste sich Strukturen, die größer und teuerer seien als die anderer Länder. Es gäbe heute zu viele Krankenhäuser und vor allem zu viele Krankenhausbetten, erklärte er in der Zeitung „Die Welt“. Zudem sei es, laut Straub, nicht sinnvoll, die Sparmaßnahmen im Krankenhausbereich zurückzunehmen und teure Krankenhausstrukturen einfach aufrechtzuerhalten.

Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat, André Schindler:

"Die Kosten im deutschen Gesundheitswesen werden weiter steigen und Einsparungen unvermeidlich sein. Dresden ist hier keine Insel der Glückseligen. Der Wettbewerb unter den Krankenhäusern in Dresden nimmt schon jetzt stark zu. Trotz Bevölkerungswachstum wird die Frage, welche Krankenhäuser in der Region am besten für die Zukunft aufgestellt sind, immer häufiger gestellt werden. Eine weiter sinkende Verweildauer, eine noch stärkere Verlagerung von medizinischen Leistungen in den ambulanten Bereich und das Wachstum der Krankenhäuser im Umland wird den Druck auf die etablierten Häuser in Dresden verstärken. Wenn die städtischen Krankenhäuser hier nicht das Nachsehen haben sollen und die hohen Standards bei der Behandlung von Patienten in den beiden städtischen Krankenhäusern aufrecht erhalten werden sollen, müssen wir handeln bevor es zu spät ist. Dresdens Krankenhäuser brauchen endlich zukunftsfähige Strukturen. Nur so werden wir Einschnitte bei der Behandlungsqualität in den kommenden Jahren vermeiden können.

Linke und SPD betreiben in der Frage der Überführung beider Häuser in eine gemeinsame städtische GmbH verantwortungslose Panikmache auf Kosten der Qualität der Gesundheitsversorgung. Es ging in Dresden zu keinem Zeitpunkt um eine Privatisierung im Wortsinn. Die gemeinsame GmbH bleibt eine 100-prozentige städtische Gesellschaft. Daran ändert auch das von der Linken heraufbeschworene Schreckgespenst einer „Kapitalgesellschaft“ nichts. Es geht nicht um Kapital und Profit, sondern um eine effiziente und zukunftsfähige Betriebsform. Der Eigenbetrieb ist heute nicht mehr in der Lage, den Herausforderungen des sich ständig verändernden Gesundheitssystem entgegen zu treten. Wir wollen geeignete Rahmenbedingungen schaffen, um Entscheidungswege zu verkürzen, Verwaltungsstrukturen effizienter zu gestalten, Doppelstrukturen abzubauen und nicht zuletzt auch die bisher teilweise vorhandene innerstädtische Konkurrenzsituation künftig zu vermeiden.

Das bisher der Kauf jeder Briefmarke erst vom Stadtrat beziehungsweise dem Betriebsausschuss abgesegnet werden muss, hat jedenfalls mit modernen zukunftsfähigen Strukturen im Gesundheitswesen nichts zu tun!

Die Dresdnerinnen und Dresdner sollten sich bei Ihrer Abstimmung Ende Januar deshalb nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die Gesundheit ist ein zu hohes Gut, als dass man es leichtfertig den ideologischen Barrieren linker Panikmacher opfern sollte. Denn eins steht fest: Der Ruf nach Einsparungen wird lauter werden, wenn Gesundheit auch künftig noch bezahlbar bleiben soll. Die heute vom Chef der Barmer GEK geforderte Schließung von Kliniken sollten wir deshalb als ernstes Warnsignal nehmen. Es ist besser, wir steuern den Prozess hin zu zukunftsfähigen Strukturen selbst, als dass vielleicht schon in naher Zukunft andere für uns Entscheidungen treffen, die wir so nicht gewollt haben."

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

Aktuelle Informationen der FDP/FB-Fraktion finden Sie bei Facebook!

hier

2009 - 2014 Die Bilanz der FDP-Fraktion im Stadtrat

Die Bilanz zum Download Bilanz