Dresden
Rückblick : 51. und 63. Grundschule

Vor den Winterferien erkrankten innerhalb kürzester Zeit mehrere Schüler an der 51. und 63. Grundschule in Dresden an Durchfall/Erbrechen. Dies war zunächst aus der Presse zu erfahren, die im Fall der 51. Grundschule von ca. 130 erkrankten Schülern und im Fall der 63. Grundschule von rund 15 erkrankten Schülern schrieb. Deshalb wurde schließlich das Gesundheitsamt aktiv. Dr. Frank Kroschinsky nahm die Vorfälle zum Anlass, nach den konkreten Gegebenheiten zu fragen und sich die Abläufe im Falle des Auftretens gehäufter Erkrankungen von Schülern zu erklären.

So stellte die Stadtverwaltung zunächst klar, dass an der 51. Grundschule lediglich 50 Kinder erkrankten. Die Symptome waren dabei einmalig und auf wenige Stunden begrenzt. Keines der erkrankten Kinder an beiden Schulen litt laut Aussage des Gesundheitsamtes unter Fieber oder einer anderen schweren Symptomatik. Eine epidemiologische Erkrankung unter mehreren Kindern konnte ausgeschlossen werden. Am wahrscheinlichsten handelte es sich um eine kurzzeitige Viruserkrankung mit gastroenteritischer Symptomatik, die in Wintermonaten nicht selten auftritt. Das Gesundheitsamt spricht als denkbare Möglichkeit von der Verbreitung eines toxinbildenden Bakteriums (Bacillus cereus), welches bei einem erkrankten Menschen aber nur wenige Stunden während und nach der Erkrankungsphase nachweisbar ist. Eine Erkrankung durch Noro- oder Rotaviren wurde ausgeschlossen, da hierbei in der Regel immer Folgeerkrankungen mit schwerer Symptomatik (Fieber) auftreten. Dies war bei den erkrankten Schülern nicht der Fall.

Allgemein prüft das Gesundheitsamt bzw. Lebensmittelüberwachungsamt die Essenausgaben und Zubereitungsküchen der Essenzulieferer nach einem fest vorgegebenen Schema. Diese werden regelmäßig und ohne vorherige Ankündigung geprüft und der Kontrolleur folgt einem fest vorgegebenen Prüfplan, wodurch umfangreiche Kontrollmaßnahmen genau dokumentiert werden. Kontrollen erfolgen nach einer Risikobeurteilung des Betriebes sowie weiterhin anhand des Qualitätsmanagement-Systems Sachsen und dem Qualitätsmanagement-Handbuch. Durch beides werden inhaltliche Schwerpunkte und konkrete Arbeitsanweisungen sowie Kontrollhilfen festgelegt.

Da Dr. Frank Kroschinsky auffiel, dass das Gesundheitsamt erst durch die Presse von den Erkrankungen an der 63. Grundschule erfuhr, fragte er noch nach den Meldepflichten seitens der Schulen im Falle von gehäuft auftretenden Erkrankungen. Schulen müssen nach dem Infektionsschutzgesetz bei Verdacht auf lebensmittelassoziierte Erkrankungshäufungen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, das Gesundheitsamt und die Bildungsagentur unterrichten.

Zum Abschluss kündigte die Oberbürgermeisterin in ihrer Antwort auf die Anfrage des Stadtrates Dr. Kroschinsky an, dass im Nachgang des Geschehens ein gemeinsames Treffen des Schulverwaltungsamtes, des Eigenbetriebes Kindertagesstätten, der Bildungsagentur, des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes und des Gesundheitsamtes erfolgen soll, um Meldewege nochmals konkret festzuhalten und abzusichern. Die öffentliche Berichterstattung über die Erkrankungen an beiden Grundschulen und die umfangreiche Nachfrage durch den FDP-Stadtrat hat damit positive Konsequenzen im Bereich der Stadtverwaltung nach sich gezogen.
 

Termine
Do 14.12.2017
Fr 15.12.2017
Meldung

Ratsdepesche Ausgabe 22

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