Dresden
Rückblick : Schwimmhalle

Lässig: "Wir müssen wieder zu einer maßvollen Planung und der gesicherten Finanzierung zurück kommen"

(Dresden/16.03.2012) Mit Gesamtkosten von 24 Millionen Euro (zuzgl. 4 Millionen Euro Baupreissteigerung und Risiken) ist das Projekt Schwimmhalle Freiberger Straße das größte Sportprojekt der Landeshauptstadt Dresden. Nach Medienberichten aus dem Januar wurde ein externes Büro mit der Prüfung des Schwimmhallenbaus beauftragt. Ein Gutachten zu Einsparmöglichkeiten sollte noch im Januar vorliegen. Am vergangenen Samstag, dem 10.03.2012, wurde durch den Abteilungsleiter Sportstätten/Bäder auf einer Veranstaltung vor rund 50 Teilnehmern davon gesprochen, dass wir uns bei dem Projekt zwischen Leistungsphase 3 und Leistungsphase 4 befinden. Darüber hinaus hat dieser auf der gleichen Veranstaltung auch erstmalig von Kosten von über 30 Millionen Euro für die Schwimmhalle Freiberger Straße gesprochen. Eine Terminanfrage der FDP-Fraktion an den Sportstätten- und Bäderbetrieb zu diesem Thema wurde am 13.03.2012 mit dem Verweis auf die "besondere Bedeutung der hinterfragten Thematik" schriftlich abgelehnt und es wurde auf das Büro der Oberbürgermeisterin verwiesen.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Barbara Lässig:

"Die rein zufällig zu Tage kommenden neuen Fakten und die absolute Blockadehaltung der Stadtverwaltung bei dem Thema lassen Schlimmes befürchten. Offensichtlich stehen wir vor einer erneuten Kostenexplosion bei diesem so wichtigen Projekt. Die bereits bekannte Salamitaktik der Stadtverwaltung, immer nur scheibchenweise mit der Wahrheit herauszurücken, gefährdet in diesem Fall womöglich das ganze Projekt. Dabei brauchen wir in Dresden dringend neue Schwimmfläche. Anstatt Probleme offen zu diskutieren und Lösungen gemeinsam mit den Stadträten zu suchen, wird jegliche Kommunikation eingestellt und der offizielle Weg über Anfragen und ähnliches technisch über Monate in die Länge gezogen.

Als ich im Jahr 2000 ein zusätzliches einfaches 25-Meter-Becken für die Freiberger Straße gefordert habe, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass das Projekt irgendwann einmal teurer als eine ganze Schule wird. Der Anbau eines 50-Meter-Beckens wird angesichts der aktuellen Herausforderungen der Stadt und dem größer werdenden Finanzierungsloch immer fragwürdiger.

Für die FDP-Fraktion kann es in diesem Projekt kein einfaches Weiter so geben. Wir müssen wieder zu einer maßvollen Planung und der gesicherten Finanzierung zurück kommen. Wir haben heute bereits über 19 Millionen Euro für die Schwimmhalle fest reserviert. Bedenkt man, dass die Schwimmhalle ursprünglich einmal nur rund 18 Millionen Euro kosten sollte, müssen wir schnellstens wieder auf die ursprüngliche Idee eines Anbaues des 25-Meter-Beckens zurück kommen. Dafür bedarf es endlich klarer Aussagen und Antworten der Stadtverwaltung sowie einer offenen und ehrlichen Diskussion im Stadtrat. Aus diesem Grund habe ich heute eine umfassende schriftliche Anfrage zu dem Thema an die Oberbürgermeisterin gerichtet."

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Ratsdepesche Ausgabe 22

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