Dresden
Rückblick : Friedliche Revolution
FDP: Dresdner Revolutionsweg bald erlebbar

(Dresden/16.03.2012) Die Stadtratsfraktionen von CDU und FDP freuen sich über den gestrigen Beschluss (15.3.) des Dresdner Stadtrates zum Dresdner Revolutionsweg. „Es ist erfreulich, dass nun alle Fraktionen dem Konzept zugestimmt haben. Der Revolutionsweg wird bald für die Dresdner und Gäste erlebbar. Damit gibt es auch endlich Orte in unserer Stadt, die authentisch über die jüngere Geschichte erzählen. Es ist gut und richtig, dass nun Bildungs- und Geschichtsinstitute der Landeshauptstadt und des Freistaates gemeinsam mit der Verwaltung und Stadträten in der Gestaltungskommission für den Revolutionsweg zusammenarbeiten“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Georg Böhme-Korn.

FDP-Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow fügt hinzu: „Die Stationen des Revolutionsweges machen jungen Menschen die SED-Diktatur und den Weg zur deutschen Einheit begreifbar und vermitteln die Werte von Freiheit und Demokratie.“ Mit Gedenktafeln, Audio-Guides, Smartphone-Zugängen und einem Internet-Archiv wird zukünftig an die Massenproteste gegen die SED-Willkür und die Ereignisse auf dem Weg zur Deutschen Einheit 1989/90 in Dresden erinnert werden. Mit Hilfe eines digitalen Themenstadtplanes, der auch Zeitzeugenberichte, Fotos, Ton- und Filmdokumente beinhaltet, soll der Revolutionsweg für Internetnutzer erlebbar gemacht werden. Zusätzlich sind private und öffentliche Führungen sowie Veranstaltungen von Bildungsträgern geplant.

Eine Gestaltungskommission aus Fachleuten und Stadträten wird die Realisierung des Revolutionsweges begleiten. Ihm gehören an Dr. Erika Eschebach, Direktorin des Stadtmuseums Dresden, Dr. Barbara Engel, Abteilungsleiterin Stadtplanungsamt Innenstadt, Professor Frank-Michael Kuhlemann, Professur der Neueren / Neuesten Geschichte und Didaktik der Geschichte an der TU Dresden, Prof. Günther Heydemann, Direktor des Hannah-Ahrendt-Instituts für Totalitarismusforschung Dresden, Lydia Hempel, Geschäftsführerin des Sächsischen Künstlerbundes, Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, sowie die Stadträte Sebastian Kieslich und Jens Genschmar an. Das Gremium steht unter dem Vorsitz von Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau.

Neben der bereits genehmigten Förderung des Freistaates Sachsen aus dem Programm „Denkmalstätten 20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit“ in Höhe von 20.000 Euro sind für die Umsetzung des Konzeptes 100.000 Euro aus Mitteln für Kunst im öffentlichen Raum vorgesehen.
Der Stadtrat hatte am 15. Juli 2011 auf Antrag von CDU- und FDP-Fraktionen die Errichtung eines „Dresdner Revolutionsweges“ beschlossen. Darin waren die Stationen Hauptbahnhof, Hauptstraße 21 (ehem. Redaktion DIE UNION), Schauspielhaus, so genannter Prager Platz, Neues Rathaus, Kreuzkirche, Kathedrale, Christuskirche, Versöhnungskirche, Theaterplatz, so genannte Cockerwiese/Straßburger Platz, Gedenkstätte Bautzner Straße (ehem. U-Haft des Ministerium für Staatssicherheit), Neumarkt, Hotel Bellevue, Dreikönigskirche, Schießgasse und Frauenkirche beschlossen worden.

Der Linksfraktion im Stadtrat passt allerdings nicht, dass der Stadtrat entschieden hat, Stadträte aus CDU- und FDP-Fraktion in die Gestaltungskommission zu entsenden. Sie will erreichen, dass ein Wahlverfahren zur Anwendung kommt, mit dem dann die erklärten Gegner des Revolutionsweges an dessen Gestaltung mitwirken können – eine für CDU- und FDP-Fraktion paradoxe Vorstellung.
 

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