Dresden
ANTRÄGE DER FDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

Erstellung eines stadträumlichen Konzepts zur Aufwertung des Bereiches ab der Fähranlegerstelle bis zum Kurhaus Kleinzschachwitz
(eingereicht am 16.03.2012)

Beschlussvorschlag:

Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, ein Konzept zu erstellen, welches den Verkehr ab dem Anlegerbereich der Fähre Kleinzschachwitz bis zum Kurhaus sortiert und die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten erhöht.

Das Konzept soll enthalten:

1. Die Aufarbeitung der Straße, des Fußweges und der Kreuzung mit dem Elbradweg im Bereich ab dem Kurhaus bis zur Fähranlegerstelle.

2. Sicherheitsmaßnahmen an der Kreuzung Berthold-Haupt-Straße und Kleinzschachwitzer Ufer bzw. Zschierener Elbweg für Fußgänger, Fahrradfahrer, den Motorisierten Individualverkehr und Linienbusse.

3. Die bessere Führung und Kenntlichmachung des Fahrradweges bzw. Elbweges.

4. Die Ausweisung und Kenntlichmachung von Parkplätzen.

5. Angaben zur zeitlichen Umsetzung des Konzeptes bis zur Fertigstellung sowie Angaben der nötigen Kosten der Maßnahmen.

Das Konzept ist dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
 

Begründung:

Der Verkehrsraum von der Fähranlegerstelle Kleinzschachwitz an der Elbe bis zum Kurhaus Kleinzschachwitz (Berthold-Haupt-Straße) gestaltet sich sehr unübersichtlich. Von der Fähranlegerstelle führt die Straße bergan zum Kurhaus und überquert den Elbradweg, der ein paar Meter auf der Straße entlang führt. Die Einmündung des von Nordwesten kommenden Elbradweges (Kleinzschachwitzer Ufer) auf die Straße liegt einige Meter oberhalb der Einmündung des Elbradweges in Richtung Zschieren (Zschierener Elbweg). Fährt man mit dem Fahrzeug von der Fähranlegerstelle bergan, deutet auf den Elbradweg nur ein Vorfahrtstra-ßenschild hin, da der Elbradweg dort zu einer schmalen Straße für die Anwohner ausgebaut ist. Das Schild ist allerdings hinter parkenden Autos am Rand der wilden Parkplatzzeile ent-lang dieser Hauptstraße angebracht. Aufgrund des Parkplatzes am Straßenrand gegenüber des Fährhauses Anno 1860 ist es bei parkenden Fahrzeugen schwierig, den Elbradweg selbst einzusehen, um damit gegebenenfalls zeitig auf Fußgänger oder Radfahrer reagieren zu können. Hier fahren aber PKWs mit bis zu 50 km/h den Anstieg hoch und überqueren in dieser Geschwindigkeit die Kreuzung mit dem Elbradweg.

Lediglich vom Kurhaus in Richtung Fähranleger bergab kommend ist auf der rechten Seite ein zusätzliches Verkehrszeichen mit Hinweis auf kreuzende Radfahrer angebracht. Aber auch dieses Verkehrszeichen steht schon fast unterhalb der Einmündung des von links kommenden Elbradweges auf die Straße. Radfahrer, Fußgänger und Freizeitsportler sind hier gezwungen, einige Meter die Straße zu nutzen, bis sie den Elbradweg ab der rechten Einmündung weiter nutzen können und wieder von der Straße herunter kommen.

Festzuhalten ist auch, dass die Sicherheit des Elbradweges dort im kompletten Bereich nicht gewährleistet ist. Als Autofahrer kann man auf den Elbradweg (Kleinzschachwitzer Ufer) einbiegen und theoretisch mit 50 km/h fahren. Diesen Verkehrsweg teilen sich Kraftfahrzeuge aber mit Fußgängern und Fahrradfahrern. Kommt man den Elbradweg entlang mit dem Fahrrad gefahren oder zu Fuß gelaufen, gibt es mit Ausnahme des „Vorfahrt beachten“-Schildes keinen Hinweis auf die Straße in Form bspw. einer (abgesenkten) Bordsteinkante, die Fahrradfahrern, Skatern oder Fußgängern signalisiert, dass sie an eine Straße kommen und Obacht geben müssen. Auch vom Elbradweg (Kleinzschachwitzer Ufer) aus ist aufgrund der wilden Parkplatzzeile die Straße erst sehr spät vollständig einsehbar. Dasselbe Problem be-steht vom Zschierener Elbweg auf der anderen Seite, wo durch eine Mauer die Straße eben-falls erst sehr spät vollständig einsehbar wird. Bedenkt man, dass von der Fähre kommende Fahrzeuge oder der umlenkende Linienbus an der Fähre bergauf beschleunigen, kann dieser Kreuzungsbereich ohne die entsprechenden Hinweise oder Fahrbahnbegrenzungen gefähr-lich für alle Verkehrsteilnehmer sein.

Mit dem Konzept zu diesem Areal soll aber nicht nur die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht und den Verkehrsraum entsprechend ausgestaltet werden, sondern auch die Fußwegsituation und die Wanderbeschilderung am Elbweg überdacht werden. Genau an der beschriebenen Kreuzung endet der Fußweg, welcher vom Kurhaus bergab in Richtung Fähranlegerstelle führt, an einem Baum, direkt dahinter stehen auf dem Fußweg kleine Mauern an einer Einfahrt auf ein Grundstück und unmittelbar danach folgt ein Schild mit Richtungs- und Entfernungsangaben für Wanderer. Dieses Schild kann sich nur an Fußgänger und Wanderer richten - die dafür die Straße nutzen müssten, um es lesen zu können. Eine sinnvolle Gestaltung der Einmündungen des Elbradweges mit einer vernünftigen Beschilderung für Touristen wäre hier angebracht. Dadurch kann auch der Elbradweg besser kenntlich gemacht werden, wobei es insgesamt aber keine überladene Beschilderung des Bereiches geben soll.

Eine vernünftige Gestaltung dieses Verkehrsraumes - des beschriebenen Kreuzungsbereiches, der Straße von der Fähranlegerstelle bis zum Kurhaus, der Parkplatzzeile am Straßenrand, des Fußweges und des Elbradweges sowie eine vernünftige Beschilderung des Bereiches - würde nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch Touristen, Fußgängern, Radfahrern und Freizeitsportlern zu gute kommen. Aber nicht nur diese Nutzergruppen würden davon profitieren, sondern auch Anwohner, die anliegenden Gastronomie- und Herbergsbetriebe sowie die Fähre zum Schlosspark Pillnitz selbst. So könnten Touristen oder Interessenten gefahrlos zum Fährhaus Anno 1860 mit seinem Gastronomiebetrieb gelangen und hätten eine ordentliche Zufahrt, Parkplätze und dem Fußweg zur Verfügung.